Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Metropolregion Rhein-Neckar: Vereinbarkeitsstudie 2012

Die Vereinbarkeitsstudie der Metropolregion Rhein-Neckar belegt, dass in der Region bereits viel für „Familienfreundlichkeit“ und „Vereinbarkeit“ getan wurde, jedoch insgesamt noch viel zu tun ist. (23.08.2012)
Die Metropolregion Rhein-Neckar ist in den vergangenen fünf Jahren familienfreundlicher geworden und schneidet auch im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Zu diesem Ergebnis kommt die kürzlich bei der IHK Rhein-Neckar in Mannheim vorgestellte Vereinbarkeitsstudie 2012. Es ist die zweite Erhebung dieser Art, mit der nun auch Vergleiche im Zeitverlauf möglich sind. Die erste wurde im Jahre 2007 in Auftrag gegeben und lieferte auf Basis einer ersten repräsentativen Unternehmensbefragung ein konkretes Bild über Potenziale und Bedarfe zum Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ in der Region.

Demnach sehen sich aktuell 83% der 585 befragten Arbeitgeber bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Mitverantwortung. Fast alle befragten Arbeitgeber (99,7%) bieten mindestens eine Maßnahme in diesem Bereich an. Bei mehr als jedem zweiten Arbeitgeber sind es inzwischen über 10 Maßnahmen. Besonders große Fortschritte wurden bei der Mitnahme des Kindes an den Arbeitsplatz gemacht, die 57% der befragten Unternehmen erlauben (2007: 11%). Etwas weniger verbreitet sind derzeit noch die Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege. Hier bieten aktuell 86% der befragten Betriebe mindestens eine Maßnahme an, etwa Sonderurlaub. Bei vielen Arbeitgebern besteht angesichts der demografischen Entwicklung zudem die Bereitschaft, ihre Angebote künftig weiter auszubauen.

Im Fokus der Erhebung standen bei der diesjährigen Unternehmensbefragung auch die familienfreundlichen Angebote der Arbeitgeber für ihre Beschäftigten. Abgefragt wurden insgesamt 39 Vereinbarkeits-Maßnahmen, die in der Studie aufgeführt sind. Durchschnittlich werden davon zwölf je Unternehmen angeboten. Die Anzahl steigt mit Betriebsgröße und guter wirtschaftlicher Situation. Positiv auf das Angebot wirkt sich zudem der Frauenanteil in der Belegschaft aus. Insgesamt ist die Angebotsdichte im öffentlichen Bereich, der erstmals Teil der Erhebung war, etwas höher als in der Privatwirtschaft.

Die Vereinbarkeitsstudie 2012 belegt, dass in den vergangenen Jahren insgesamt ein Umdenken bei Arbeitgebern und Beschäftigten eingesetzt hat. Sie zeigt aber auch weiteren Handlungsbedarf auf. Familienaufgaben, sei es die Betreuung von Kindern oder von pflegebedürftigen Angehörigen, werden hauptsächlich noch immer von Frauen wahrgenommen (89%). Dringender Verbesserungsbedarf wird auch beim Ausbau der Betreuungsinfrastruktur gesehen. Neben persönlichen Motiven nennen 41% der Arbeitgeber das Fehlen geeigneter Betreuungsmöglichkeiten als wichtigsten Hinderungsgrund für eine Rückkehr ihrer Beschäftigten an den Arbeitsplatz. Zwei Drittel der Befragten messen der Ganztagesbetreuung höchste Priorität bei.

Die von der IHK Rhein-Neckar in Mannheim vorgestellte Vereinbarkeitsstudie 2012, wurde vom Forum „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ der MRN GmbH beim C.M.R. Institut für Communication- & Marketing-Research Aktiengesellschaft in Auftrag gegeben. Seit 1999 setzen sich dessen Mitglieder (500 Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik) gemeinsam für die Umsetzung zukunftsfähiger Konzepte zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der Metropolregion Rhein-Neckar ein. Ziel ist es, familiengerechte Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt zu schaffen und die Metropolregion noch attraktiver für Familie zu machen.

Quellen:
Online-Recherche auf www.mrn-news.de, 23.08.2012
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