Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Hamm: Auszeichnung für kindgerechte Stadtplanung

Beim europaweiten Wettbewerb „City for Children“ hat die Stadt Hamm mit ihrer kindgerechten und zukunftsorientierten Stadtplanung sowie der vorbildlichen Einbindung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung und Umsetzung den zweiten Platz belegt. (16.06.2012)
Mit dem Stadtentwicklungsprojekt „Lippepark Hamm“ (ehemalig „Im Westen was Neues“) hat die Stadt Hamm beim europaweiten Wettbewerb „City of Children“ zur kindgerechten Stadtplanung, den zweiten Platz belegt.

Auf der Grundlage der Idee einer Landesgartenschau-Bewerbung wurde seit Mai 2008 ein Rahmenkonzept für das Projekt „Lippepark Hamm“ erarbeitet, das dem vom Strukturwandel stark betroffenen Hammer Westen städtebauliche, freizeitwirtschaftliche, aber auch soziale Impulse geben soll („Im Westen was Neues“). Dabei geht die Rahmenplanung weit über die reine Nachnutzung der ehemals vom Bergbau belegten Flächen hinaus.

Das Gesamtprojekt „Lippepark Hamm“ ist dabei in mehrere Entwicklungsbereiche bzw. Bauabschnitte aufgeteilt. Kernbereich ist das Schacht-Franz-Gelände, auf dem ein Stadtpark realisiert wird, in dem viele der über 100 Bürger-Ideen nun konkret gestaltet werden. Die verschiedenen Elemente im Park reichen von einer Liegewiese mit Grillplätzen, einem großen Funsport-Bereich, Kinderspielplätzen, einem „Ort der interreligiösen Begegnung“ und einer Outdoor-Ausstellung zur Bergbauvergangenheit des Standorts.

Die Jury lobte dabei insbesondere die zukunftsorientierte und kindgerechte Stadtplanung bei diesem Projekt sowie die gelungene Beteiligung, denn die Erarbeitung und die Umsetzung erfolgte von Anfang an unter umfassender Beteiligung der Bürgerschaft. Die Partizipation umfasste neben der Information auch die aktive Mitwirkung und Einbindung in Entscheidungsprozesse. Die Bürgerbeteiligung steht dabei auf drei Säulen: Durch die institutionalisierte Beteiligung mittels eines Bürgerbeirats findet eine permanente, verfahrensmäßig verbindliche Art der Mitwirkung über Stellvertreter statt. Die Verwaltung übernimmt die Geschäftsführung des Beirats, für das Projekt bedeutsame Institutionen sind durch nicht stimmberechtigte Beisitzer im Beirat vertreten. Daneben werden über verschiedene methodische Ansätze Beteiligungsangebote für breite Bevölkerungsgruppen verwirklicht z.B. Bürgerwerkstätten, Bürgergespräche oder Infostände bei Veranstaltungen vor Ort. Die dritte Säule bildet die zielgruppenspezifische Beteiligung, die jeweils eine definierte Teilgruppe der Bevölkerung anspricht.

Dabei liegt der Schwerpunkt insbesondere auf der Einbindung von Kindern und Jugendlichen, die als spätere Nutzer des Sport- und Freizeitangebotes selbst an der konkreten Ausgestaltung der verschiedenen Elemente mitwirken können. So konnten bei bisher drei Jugendcamps die Jugendlichen die Gestaltung des Funsportbereiches auf dem Schacht-Franz-Gelände mitbestimmen. Sie wünschten sich beispielsweise ein großes Skate-Areal, Aufenthaltsbereiche, einen Trinkbrunnen, eine Kletterwand und eine Parcour-Anlage. Darüber hinaus konnten interessierte Jugendliche im Rahmen eines Workshops im Jugendzentrum Herringen die verschiedenen Elemente des Skate-Areals selbst auswählen. Die grundlegende Idee dabei ist, dass Kinder und Jugendliche, die aktiv an der Planung, an der Auswahl der finanzierbaren Elemente und an der Umsetzung der Projektideen mitgewirkt haben, Verantwortung übernehmen, sich als Initiatoren und „Miteigentümer“ der gebauten Anlagen verstehen.

Der European Award "City for Children" ist die erste europäische Auszeichnung für kinderfreundliche Städte und wurde erstmals im Jahr 2009 vergeben. Mit ihm werden jedes Jahr herausragende kinderfreundliche Projekte europäischer Großstädte gewürdigt. Gesucht werden in diesem Rahmen  innovative Maßnahmen, die langfristig angelegt sind, anderen Städten als Vorbild dienen können und möglichst unter Mitwirkung von Kindern, Jugendlichen, Eltern und Senioren entwickelt und umgesetzt wurden. Initiiert wurde der Wettbewerb von der Stadt Stuttgart und der Robert-Bosch-Stiftung, unterstützt durch drei europäische Institutionen (The Congress of Local and Regional Authorities of the Council of Europe, the Council of European Municipalities and Regions and The Committee of the Regions).

Quellen:
Online-Recherche auf www.hamm.de, 16.06.2012
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