Handlungsbereiche
Vereinbarkeit von Beruf und Familie
- Betreuungsangebote für Kinder
- Ansatzpunkte für Arbeitgeber
- Pflege von Familienangehörigen
- Ansatzpunkte für kommunales Handeln
Weiterführende Informationen
Auch die Folgen des demografischen Wandels lassen eine möglichst optimale Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials von Frauen immer wichtiger werden.
Betreuungsangebote für Kinder
Kindertageseinrichtungen und Schulen sind wichtige Faktoren für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Vor allem Betreuungsangebote für unter 3jährige Kinder sowie verlässliche Angebote auch für ältere Kinder im Anschluss an die Schule oder in den Ferien, eine Notfallbetreuung für Kinder bei Krankheit sowie gut aufeinander abgestimmte Betreuungs-, Arbeits- und ÖffnungszeitenWeiterführende Informationen
Am 01. August 2008 ist das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in Kraft getreten. Es löst das alte, seit 1992 geltende GTK (Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder) ab. Schwerpunkte von KiBiz sind mehr Bildung, eine bessere Betreuung und frühe Förderung. Dies wird erreicht durch einen massiven Ausbau der Betreuungsangebote für unter Dreijährige, den Ausbau der Kindertagespflege, die gesetzliche Verankerung der zusätzlichen Sprachförderung, den Ausbau von Familienzentren, in denen Betreuung, Bildung und Beratung mit Kindern gebündelt werden, sowie mehr Flexibilität für die Eltern bei der Wahl der Betreuungsdauer.
Die Kindertagespflege wird erstmals gesetzlich verankert und vom Land finanziell gefördert. Pro Jahr und Kind zahlt das Land künftig 725 Euro für die Betreuung bei Tageseltern. Das neue Gesetz unterstützt die Vermittlung von Tagesmüttern und Tagesvätern.
Die Kindertagespflege kann mit dem KiBiz verstärkt auch an Kindertageseinrichtungen und Familienzentren angebunden werden. Damit wird die Kinderbetreuung auch in schwierigen Randzeiten besser abgedeckt, Eltern können bedarfsgerechter planen und haben Sicherheit bezüglich der Qualität der Kinderbetreuung.
Ansatzpunkte für Arbeitgeber
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Pflege von Familienangehörigen
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Ansatzpunkte für kommunales Handeln
Für die wirkungsorientierte Gestaltung der kommunalen Infrastruktur ergeben sich folgende Ansatzpunkte:- Familienbewusste Personalpolitik in der Kommunalverwaltung (z.B. Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle; Rückkehrmodelle für Beschäftigte nach der Elternzeit, Serviceangebote für Familien, Zuschuss zur Kinderbetreuung)
- Förderung einer familienfreundlichen Gestaltung des Arbeitslebens in Unternehmen und Betrieben
- Familienfreundliche Öffnungszeiten in öffentlichen Einrichtungen
- Kommunales Gesamtkonzept zur Kinderbetreuung (betriebliche geförderte Kinderbetreuung, Förderung der Tagespflege, Kindertagesplätze, Randzeitenbetreuung, Familienpaten, Großelternpaten)
- Bedarfsorientierte Beratungs-, und Dienstleistungsangebote für Familien zur Bewältigung des Vereinbarkeitsproblems
- Förderung der Beteiligung von Vätern an der Familienarbeit und Erziehungsverantwortung (z.B. durch Angebote zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit)
- Entlastung pflegender Angehöriger (z.B. kurzfristige Unterstützung bei eintretendem Pflegebedarf von Angehörigen)
Erstellungsdatum: 23.10.2007
Fördermöglichkeiten und -programme
familie-in-nrw.de bereitet laufend Informationen zu verschiedenen Fördermitteln auf. Die nachfolgenden Fördermöglichkeiten kommen für den Handlungsbereich "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" in Frage.
- Arbeiten Lernen Kompetenzen entwickeln – Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt mehr
- Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung mehr
- Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS) mehr
- Der Europäische Sozialfonds (ESF) mehr
- Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) – Das NRW Ziel 2-Program mehr
Weiterführende Informationen
- Familienzentren Projektsteckbrief zu Familienzentren in Nordrhein-Westfalen: Ganzheitliches Angebot "aus einer Hand". mehr
- Leitbild Ein Leitbild zum Thema „Familienpolitik“ hat eine klar gegliederte, langfristige Zielvorstellung und beinhaltet Aussagen darüber, mit welchen Strategien die von möglichst zahlreichen Akteurinnen und Akteuren gemeinsam formulierten Ziele erreicht werden sollen. Insofern ist das Leitbild die Ausformulierung einer örtlichen Kultur im Umgang mit Familien. mehr
- Beruf und Familie Die berufundfamilie gGmbH ist eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. Im Themenfeld "Beruf und Familie" fördert sie einen Perspektivenwechsel, bei dem familiäre Interessen nicht als Hemmnis, sondern als Chance der Wirtschaft begriffen werden. Sie bietet ein ‚Audit berufundfamilie’ an. (Recherchedatum: 12.10.2009)
- Durchführungsverordnung zum Kinderbildungsgesetz (KiBiz) Die kommunalen Spitzenverbände und die Wohlfahrtsverbände haben einvernehmlich die Durchführungsverordnung zum Kinderbildungsgesetz (KiBiz) vom 18. Dezember 2007 fertig gestellt. (Recherchedatum: 12.10.2009)
- Handbuch Kindertagespflege Das Online-Handbuch informiert über die Leistungen der unterschiedlichen Formen der Kindertagespflege. Rechtliche Grundlagen werden ebenso behandelt wie Fragen der Finanzierung. Ein Angebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Recherchedatum: 13.10.2009)
- Lokale Bündnisse für Familie Die bundesweite Initiative Lokale Bündnisse für Familie unterstützt lokale Zusammenschlüsse für Familien, die es bereits an über 500 Orten gibt, durch wirkungsvolle, kostenlose Beratungsangebote. Bei der Gründung neuer Lokaler Bündnisse für Familie und Weiterentwicklung bestehender Bündnisse bietet das Servicebüro der Initiative Hilfestellung an. (Recherchedatum: 14.10.2009)
- Mittelstand und Familie – Arbeitszeitmaßnahmen Das Portal der Bertelsmann Stiftung unterstützt Arbeitgeber, Beschäftigte und Multiplikatoren mit Informationen und praktischen Lösungen, kostenfreier Beratung durch Fachleute sowie Hintergrundwissen. Diese Seite stellt verschiedene Arbeitszeitmaßnahmen vor. (Recherchedatum: 14.10.2009)
- Portal für bürgerschaftliches und unternehmerisches Engagement in Nordrhein-Westfalen Das Portal informiert über Ehrenamtskarte und Ehrenamtsnachweis und präsentiert ein "Engagement des Monats". Das Angebot wird bereitgestellt vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. (Recherchedatum: 12.10.2009)
- Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen Das Ministerialblatt des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht die Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen für Investitionen in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zum Ausbau von Plätzen für Kinder unter drei Jahren vom 9. Mai 2008. (Recherchedatum: 20.01.2010)
- Väter in Balance Die Website für väterfreundliche Maßnahmen in Unternehmen und sozialen Organisationen. (Recherchedatum 03.08.2010)
- Verfahrensverordnung zum Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern (VerfVO KiBiz) Das Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Nordrhein-Westfalen enthält die Verordnung über das Verwaltungsverfahren zur Gewährung der Landeszuschüsse und zum Prüfungsrecht des Landesrechnungshofes nach dem Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern vom 18. Dezember 2007. (Recherchedatum: 16.10.2009)
Medienliste
- Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010 (PDF, 1.1 MB)
Der Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010 bietet einen Einblick, wie sich der Stellenwert des Themas Familienfreundlichkeit aus Sicht der Unternehmen entwickelt hat. Herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, 2010 - Monitor Familienforschung Nr. 18 - \"Europäische Allianz für Familien\" (PDF, 1MB)
Der vorliegende Monitor Familienforschung zeigt, wie die unterschiedlichen Länder auf die Herausforderung reagieren und stellt die Initiativen einer vergleichenden Forschung zur Familienpolitik vor. Herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2009 - Herausforderung familienbewusste Personalpolitik: Vorteile für Beschäftigte und Unternehmen (PDF, 1.96 MB)
Ausgabe 16 der Reihe Monitor Familienforschung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), erstellt durch die FamilienForschung Baden-Württemberg, 2009 - Dossier: Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Alleinerziehende (PDF, 1.52 MB)
In dem Dossier werden auf der Grundlage aktueller demoskopischer Befunde und europäischer Vergleiche Reformperspektiven zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Alleinerziehende erarbeitet. Herausgegeben vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2009 - Männer vereinbaren Beruf und Familie (PDF, 665 KB)
Eine Broschüre über die zunehmende Familienorientierung von Männern und Lösungsbeispiele für Arbeitgeber. Herausgeberin: berufundfamilie gGmbH, eine Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, 2009 - Betrieblich unterstützte Kinderbetreuung (PDF, 2.28 MB)
Eine Handreichung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, 2009 - Unternehmen Kinderbetreuung – Praxisleitfaden für die betriebliche Kinderbetreuung (PDF, 1.22 MB)
Der Leitfaden stellt verschiedene Modelle betrieblich unterstützter Kinderbetreuung dar und illustriert sie mit anschaulichen Praxisbeispielen. Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), 2008 - Zeit für Väter (PDF, 563 KB)
Ergebnisse der Online-Befragung „Anforderungen von Vätern an einen familienfreundlichen Arbeitgeber“, Broschüre der Hessenstiftung – Familie hat Zukunft, 2008 - Arbeitsbericht \"Erfolgsfaktor Familie\" (PDF, 4.7 MB)
Die Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fasst den Stand der Erkenntnisse und die weiteren Aufgaben für die staatliche Familienpolitik des Unternehmensprogramms "Erfolgsfaktor Familie" in einem Arbeitsbericht zusammen, 2008 - Familienfreundlichkeit auf Wachstumskurs (PDF, 1.45MB)
Das Faltblatt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stellt die zentralen Handlungsfelder einer familienbewussten Personalpolitik vor. Beispiele aus Unternehmen werden unterlegt mit Zahlen und Fakten, 2008 - Kindertagesbetreuung im Spiegel der Statistik (PDF, 3.79 MB)
Zahlenspiegel 2007 – Information des Deutschen Jungendinstituts, 2008