Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Finanzielle Unterstützung für Familien

Kinder sind uns lieb und teuer. Sie ermöglichen emotionale Zuwendung, neue Erfahrungen, Freude und sind eine sinnstiftende Bereicherung. Die Verantwortung für Kinder ist aber auch mit hohen Kosten für Eltern verbunden.
Oft heißt es: „Ein Kind kostet ein Haus“. Bei diesem Vergleich sind allerdings nur direkte „Kinderkosten“ gemeint. Darüber hinaus gibt es aber auch noch indirekte Kosten, die nicht auf die konkreten, kindbezogenen Ausgaben ausgerichtet sind. Das sind zum Beispiel die Einkommenslücken, die entstehen, wenn ein Vater oder eine Mutter aus Gründen der Kindererziehung in ihrem Beruf kürzertreten, eine Teilzeitstelle annehmen oder zeitweise ganz auf einen "Full-Time-Job" verzichten.

Lücken entstehen dann auch später bei der Rente. Notwendige Ausgaben für Kinder sind von Eltern zunehmend weniger durch die Aufrechterhaltung von bestehenden bzw. die Erschließung neuer Einkommensmöglichkeiten auszugleichen.

 

Finanzielle Situation von Eltern

Dies führt dazu, dass die ökonomische Situation von Eltern und Kindern im Vergleich zur finanziellen Lage von Kinderlosen oft schlechter ist. Dabei klafft die Schere mit jedem weiteren Kind vergleichsweise immer mehr auseinander.

Alleinerziehende haben es meist besonders schwer, wenn sie wegen der Kinderbetreuung nicht erwerbstätig sein können. Zur Verbesserung der finanziellen Situation von Familien tragen daher auch alle Maßnahmen bei, die die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Sie können dabei helfen, die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen zu mindern.

 

Familienpolitik unterstützt mit finanziellen Hilfen

Eine wesentliche Aufgabe der Familienpolitik ist es, die finanzielle Situation von Familien zu verbessern. Dies geschieht in Deutschland vor allem auf der Ebene staatlicher Familienpolitik im Rahmen des Familienleistungsausgleichs. Zu den wichtigsten Instrumenten gehören Kindergeld bzw. Kinderfreibeträge, Kinderzuschlag, Elterngeld und Unterhaltsvorschussleistungen. Auch im internationalen Vergleich sind diese materiellen Leistungen insgesamt recht hoch.

 

Ausgabeverhalten

Finanzielle Leistungen zeichnen sich grundsätzlich dadurch aus, dass sie universell verwendbar sind und keiner Zweckbindung unterliegen. Das macht ihre Beliebtheit aus, kennzeichnet jedoch gleichzeitig ein besonderes Wirkungsproblem, da das Ausgabeverhalten der Geldempfängerinnen und Geldempfänger nicht steuerbar ist. Die besondere Situation in Familien ist dadurch gekennzeichnet, dass Eltern über Ausgaben für ihre Kinder entscheiden und auch Partner sich über die Verwendung des Geldes verständigen müssen.

 

Ausgleich von Benachteiligungen

Wofür Familien die finanziellen Zuwendungen des Staates letztlich ausgeben, ist nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Dennoch ist allgemein anerkannt, dass für den Ausgleich von Benachteiligungen und für die Verbesserung der familialen Lebensbedingungen neben Dienstleistungen auch direkte und indirekte finanzielle Leistungen für Familien notwendig sind.

Erstellungsdatum: 28.09.2007, letzte Aktualisierung am 24.07.2008
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