Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Vernetzung|PROJEKTSTECKBRIEF

Familienzentren in Nordrhein-Westfalen:
Ganzheitliches Angebot "Hilfen aus einer Hand"

Familienzentrum
Nordrhein-Westfalen ist das erste Bundesland, das flächendeckend Familienzentren einführt. Mit der Bündelung von Betreuung, Bildung und Beratung will die Landesregierung Familien mit Kindern besser und zielgerichteter unterstützen. Eine wichtige Aufgabe moderner und bürgernaher Familienpolitik ist die Vernetzung von Angeboten. Dies ist mit den modernen Familienzentren gelungen.
Ziel der Familienzentren ist es, kinder- und familienorientierte Leistungen zusammen zu führen, qualitativ weiter zu entwickeln und den Familien ein ganzheitliches Angebot über die Kindertageseinrichtung "aus einer Hand" anzubieten. Familienzentren werden so zu Netzwerken für familienorientierte Leistungen im Stadtteil, um Kinder und Familien zu stärken und somit zu einer positiven Entwicklung beizutragen.

In Nordrhein-Westfalen  gibt es im Kindergartenjahr 2010/2011 rund 2000  Familienzentren.   

 

Ziele

Ziel des Landesprogramms "Familienzentrum NRW" ist es, Tageseinrichtungen für Kinder in einem Entwicklungsprozess zu unterstützen, der neben dem Ausbau des Betreuungsangebotes für Kinder und der Bewältigung neuer Herausforderungen (z. B. Sprachförderung für Kinder) auch Angebote zur Beratung und Hilfe für Eltern/Familien bereit hält.

 

Inhalt/Aufgaben/Leistungen

Familienzentren sollen u.a.
  • zu einer Qualitätssteigerung in der frühkindlichen Bildung und Förderung beitragen
  • Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Bildungs- und Erziehungsaufgabe stärken
  • die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sichern.
Tageseinrichtungen für Kinder werden so zu einem neuen Netzwerk, das Familien umfassend berät und unterstützt. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass die vorhandenen Angebote vor Ort stärker miteinander vernetzt und durch die Kindertageseinrichtung gebündelt werden. Um dies zu gewährleisten, kooperieren die Familienzentren mit Familienberatungsstellen, Familienbildungsstätten und anderen Einrichtungen wie z. B. den Familienverbänden und Selbsthilfeorganisationen.

Die Familienzentren erfüllen umfangreiche und anspruchsvolle Qualitätskriterien, die ihnen bescheinigen, dass sie
  • Familien niedrigschwellig unterstützen, beraten und bilden,
  • eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sicherstellen und
  • die frühestmögliche Förderung der Kinder ermöglichen.

 

Zentrale Elemente

Die Kindertageseinrichtungen sind der richtige Ansatzpunkt für einen Weiterentwicklungsprozess, da sie Orte für Kinder sind, denen Eltern Vertrauen entgegenbringen. Durch ihre Nähe zum Wohnort bieten sie Familien einen direkten Zugang und ermöglichen somit eine frühzeitige und zielgenaue Prävention. Durch den niedrigschwelligen Zugang sollen auch sozial benachteiligte Familien und Familien mit Zuwanderungshintergrund besser erreicht und gefördert werden.

Neben der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu der Kindertageseinrichtungen einen wesentlichen Beitrag leisten, stehen die Stärkung der Bildungskompetenz von Kindern und der Erziehungskompetenz von Eltern im Vordergrund. Dazu gehört vor allem eine kontinuierliche Förderung in den frühen Lebensjahren. Hier werden die Weichen für die Lebenschancen der Kinder gestellt.

Eltern sollen so früh wie möglich zielgenaue und unmittelbare Hilfe und Unterstützung erhalten. Das kann am besten erreicht werden, wenn Eltern dort abgeholt werden, wo ihre Kinder betreut werden – in den Tageseinrichtungen für Kinder.

Gütesiegel "Familienzentrum NRW"
Mit der Marke "Gütesiegel Familienzentrum NRW" sollen klare Angebote gemacht und Standards gesetzt werden, auf die sich die Eltern verlassen können. Familienzentren mit einem Gütesiegel "Familienzentrum NRW" haben einen gesetzlichen Anspruch auf Förderung nach dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz).

Mit dem Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ sollen Merkmale erfasst werden, die über die Wahrnehmung der für alle Kindertageseinrichtungen geltenden Kernaufgaben der Bildung, Erziehung und Betreuung hinausgehen. Daher umfasst das Gütesiegel vor allem Merkmale, die für die Bereitstellung eines niedrigschwelligen Angebots zur Förderung und Unterstützung von Kindern und Familien wesentlich sind und die in der Praxis nicht zum allgemeinen Standard von Tageseinrichtungen gehören.

 

Auftraggeber

Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration
des Landes Nordrhein-Westfalen

Haroldstr. 4
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 837 02
Fax: 0211/ 837 22 00
http://www.mfkjks.nrw.de/www.mkffi.nrw.de
info(at)mkffi.nrw.de 

 

Ansprechpartner/-innen

Institut für soziale Arbeit e. V.
Nina Andernach und Lena Deimel

Friesenring 40
48147 Münster

Tel.: 02 51/200799-25

E-Mail: familienzentrum(at)isa-muenster.de


Zertifizierungsstelle Familienzentren NRW

PädQUIS FZ
Familienzentrumzertifizierungs GmbH
Ordensmeisterstr. 15-16
12099 Berlin

Sprechzeiten:
Di und Do. 10-12:30 und 13:30-15:30
Mo, Mi und Fr.  10-12:30

Tel.: 030-720061-30
Fax: 030-720061-163

E-Mail: familienzentrum(at)paedquis.de
Web: www.paedquis-familienzentrum.de http://www.paedquis.de/

 

Leistungen der Projektbegleitung

Die Servicestelle unterstützt die Kindertageseinrichtungen, die sich zum Familienzentrum weiterentwickeln. Zu ihren Aufgaben gehören die Projektberatung und -begleitung, die Einrichtung einer Hotline für Familienzentren, die Bereitstellung von Materialien, der Informationstransfer durch regionale und landesweite Veranstaltungen, die Pflege und Weiterentwicklung der Internetseite so wie die Koordination eines Fortbildungskalenders für die Familienzentren.

Veranstaltungskalender
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