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Ennepe-Ruhr-Kreis: Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“

Mit „Beruf und Pflege vereinbaren“, hat das Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr eine Kampagne ins Leben gerufen, welche zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege beitragen und Beschäftigte wie Unternehmen über Umsetzungsmöglichkeiten informieren soll. (06.08.2012)
Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist eine der zentralen Herausforderungen im demografischen Wandel, denn es gibt nicht nur immer mehr ältere Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf, es gibt auch immer weniger jüngere Menschen im erwerbsfähigem Alter, die diese Unterstützung in Zukunft leisten und mit ihrem Beruf vereinbaren können. Auf Seiten der Unternehmen werden ein zunehmender Fachkräftemangel und Nachwuchssorgen beklagt.

Mit der Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“, möchte das Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr dem demografischen Wandel und seinen vielfältigen Konsequenzen aktiv begegnen. Dafür sollen eine Vielzahl von Zielgruppen mit der Kampagne angesprochen werden: Unternehmen – vor allem Personalvertretungen/ Betriebsräte, Multiplikatoren und Fachstellen (zum Beispiel Pflege- und andere Beratungsstellen oder auch die Kammern), die allgemeine Öffentlichkeit über Medienberichte und Kampagnenmaterialien sowie (potenziell) pflegende Angehörige und Pflegebedürftige.

Unter dem Motto „Wissen. Ansprechen. Handeln.“, wird zunächst das Ziel verfolgt, für das Thema Beruf und Pflege zu sensibilisieren, Beschäftigte und Unternehmen über Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und so dazu beizutragen, dass es Beschäftigten leichter fällt, das Thema im Betrieb zu thematisieren und Unternehmen Praxistipps und Hinweise erhalten. Dazu kann beispielsweise der im Jahre 2011 veröffentlichte „Leitfaden zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege für Unternehmen im Ennepe-Ruhr Kreis“ des Netzwerks beitragen.

In Kooperation mit vorerst zwei Unternehmen hat die Kampagne im Februar dieses Jahr begonnen. Die wichtigsten Botschaften der Kampagne sind seitdem auf vier Postkartenmotiven und zwei Plakaten zu lesen. Zwei Postkarten richten sich an pflegende Angehörige, eine davon dezidiert an Männer. Die dritte und vierte Postkarte speziell an Unternehmen. Ferner gibt es zwei Plakatmotive, jeweils mit Statements von Angehörigen und den ersten beiden beteiligten Unternehmen. Fortwährend wird nach weiteren Unternehmen gesucht, die sich der Kampagne anschließen. Bis Februar 2013 sollen mindestens 20 Unternehmen (auch kleine und mittelständische) angesprochen werden. Diese können sich dann ebenfalls mit eigenen Statements und eigenen Bildmotiven der Kampagne anschließen und sich öffentlich zum Thema positionieren.

Zur Beteiligung gibt es eine Urkunde und ein Handout mit den Erwartungen an die beteiligten Unternehmen. Unternehmen oder Organisationen, die sich beteiligen wollen, müssen keine hohen Hürden nehmen. Sie verpflichten sich lediglich das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu bewegen, offen damit umzugehen und gemeinsam mit den Beschäftigten nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die zu ihrem Unternehmen passen.

Das Netzwerk W(iedereinstieg) ist eine Initiative regionaler arbeitsmarkt-, gleichstellungs- und bildungspolitischer sowie familienunterstützender Akteurinnen und Akteure und engagiert sich für den Wiedereinstieg von Frauen ins Erwerbsleben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit 2009 insbesondere auch für die Vereinbarkeit von Beruf und Angehörigenpflege. Koordiniert wird die Kampagne von der Demografiebeauftragten des Ennepe-Ruhr-Kreis.

Quellen:
Informationsmitteilung zur Kampagne des Netzwerk W(iedereinstieg), 30.07.2012
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