Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Familienmanagertreffen

Erstes Treffen der Familienmanager: Allianzen mit den Motivierten schließen

Auf Einladung des IQZ trafen sich im Mai 2008 16 kommunale Familienmanager zu einem Workshop in Oberhausen, um sich auszutauschen und sich über die Bedeutung von vernetzenden Strukturen zu informieren. Die meisten setzten die Theorie gleich in die Praxis um, knüpften Kontakte und erörterten Kooperationsmöglichkeiten.
Alle hatten zuvor einen Zertifikatskurs "Kommunales Management für Familien“ absolviert und für ihre erfolgreiche Teilnahme ein Zertifikat erhalten. Das berufliche

Weiterführende Informationen

Weiterbildungsangebot, das sich an diejenigen Fachleute richtet, die innerhalb einer Kommune für Familienpolitik zuständig sind, ist Bestandteil des Konzepts des Informations- und Qualifizerungszentrums für Kommunen (IQZ) im Rahmen der Landesinitiative "Familie kommt an. In Nordhein-Westfalen.“ Im Herbst 2008 führt das IQZ mit Unterstützung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration bereits den vierten Kurs durch.

Mit einem Vortrag über die Bedeutung von vernetzenden Strukturen im Bereich der kommunalen Familienpolitik leitete Dr. Angelika Engelbert, Leiterin des IQZ, den Workshop ein. Dabei analysierte sie im Rückblick auf die letzten drei Zertifikatskurse auch die Entwicklung und die besonderen Strukturen des „Netzwerks der
Kommunale Familienmanager im Gespraech
  • Austausch und Kooperation:
    Kommunale Familienmanager im Gespräch
Familienmanagerinnen und Familienmanager in Nordrhein-Westfalen“. Hierbei fällt, so Engelbert, vor allem auf, dass immer mehr Teilnehmende aus kleineren und mittleren kreisangehörigen Gemeinden kommen. Das IQZ wird diesen Bedarf aufgreifen: Im August 2008 wird im Rahmen der Werkstattreihe der Landesinitiative "Familie kommt an. In Nordrhein-Westfalen" ein Workshop angeboten, der vor allem die familienpolitischen Akteure in den Kreisen ansprechen und deren besondere Situation und Aufgaben behandeln soll. Prof. Dr. Peter Strohmeier, Leiter des Zentrums für interdisziplinäre Ruhrgebietsforschung (ZEFIR), informierte über neue und geplante Aktivitäten des ZEFIR im Bereich kommunaler Familienforschung und Familienpolitik, bevor die Teilnehmenden sich gegenseitig über ihre Praxisprojekte, die sie in den Zertifikatskursen angefertigt hatten, austauschten. In Arbeitsgruppen wurden Erfahrungen und Konzepte zu Themen diskutiert, die die Beteiligten selbst eingebracht hatten. Einige Ergebnisse der Diskussionen:

 

Familienfreundlichkeit ist Querschnittsaufgabe

Verschiedene Möglichkeiten, sich sowohl intern als auch extern als familienfreundliche Kommunalverwaltung zu qualifizieren, erarbeitete die Arbeitsgruppe Familienfreundliche Kommunalverwaltung und stellte dabei insbesondere den Querschnittscharakter von Familienfreundlichkeit heraus.

 

Akteure brauchen gemeinsame Visionen

Beim Thema Bildungsberichterstattung und –konzepte ging es u.a. darum, dass die Akteure strategische Partnerschaften und eine gemeinsame Vision brauchen, die dann in Ziele heruntergebrochen werden.

 

Allianzen mit den Motivierten schließen

Die Diskussion des Themas Motivation, Kommunikation und Befindlichkeiten hob hervor, dass Umsetzung und Erfolg von Initiativen immer auch personenabhängig sind. Außerdem muss akzeptiert werden, dass längst nicht alle Beteiligten motiviert sind. Wichtig ist es deshalb, sich selbst immer wieder zu motivieren, kleine Schritte zu gehen und „Allianzen mit den Motivierten“ zu schließen.

 

Aktivitäten in Gesamtstrategien integrieren

Der Sache häufig abträgliche Doppelstrukturen wurden einerseits innerhalb der Verwaltung, andererseits aber auch außerhalb der Verwaltung wie z.B. in Projekten wahrgenommen. Eine besondere Herausforderung wurde darin gesehen, die häufig projektgebundenen Aktivitäten in eine „Gesamt-Strategie“ zu integrieren und Doppelstrukturen somit aufzulösen. Vor diesem Hintergrund diskutierten die Teilnehmenden auch Zuständigkeiten von Bund, Ländern und Kommunen.

Das IQZ wird solche Treffen der Familienmanagerinnen und Familienmanager auch in Zukunft anbieten, um Kooperation und Vernetzung zu fördern. Ein nächster Workshop ist für Anfang 2009 geplant. Der konkrete Termin wird rechtzeitig angekündigt.

Veranstaltungskalender
Mai
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