Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Handlungsbereiche

Gesundheit

Die Einflüsse der Familie auf die Gesundheit ihrer Mitglieder sind vielgestaltig. Dies beginnt bereits bei der Ernährung in der Familie, die sich auf Schwangerschaft, Geburt und die Entwicklung des heranwachsenden Kindes auswirkt.
Auch die Einstellung zu sportlicher Betätigung oder der Umgang mit Medikamenten und Drogen prägen die Verhaltensweisen der Eltern sowie der Kinder und Jugendlichen. Darüber hinaus wird der Umgang mit den Angeboten der Gesundheitsvorsorge bzw. der Früherkennung von Krankheiten bereits in den Familien vermittelt.

 

Wie Gesundheit und Krankheit das Familienleben beeinflussen

Von besonderer Bedeutung für die psychische und physische Gesundheit der Familienmitglieder sind die unterstützenden Leistungen in den Familien. Dies betrifft den Umgang mit Herausforderungen und Problemsituationen und insofern die Vermeidung und Bewältigung von krankmachendem Stress, aber auch den Umgang mit auftretenden Krankheiten. Zum einen werden in der Familie kranke Mitglieder gepflegt, zum anderen spielt die Familie eine zentrale, vermittelnde Rolle für den Zugang zu den Institutionen des medizinischen Systems.

 

Krankheiten als Herausforderungen

Umgekehrt beeinflussen Krankheiten jedoch auch das Familienleben

Weiterführende Informationen

nachhaltig. Vor allem chronische Krankheiten oder eine schwere Behinderung eines Familienmitglieds bringen besondere Herausforderungen und Belastungen mit sich, die ohne entsprechende Unterstützungsleistungen zu einer Überforderung der Familien führen können. Schließlich kann Familie auch „krank machen“, wenn z.B. Familienereignisse oder familiale Veränderungen nicht bewältigt werden oder wenn sich Kommunikationsstrukturen bzw. Konflikte verfestigt haben, unter denen einzelne Familienmitglieder leiden.

 

Kommunale Gesundheitspolitik für Familien

Familien spielen für die Gesundheit der in einer Kommune lebenden Bevölkerung eine enorm wichtige Rolle. Familien zu stärken heißt deshalb auch, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken. Gesundheit ist aber auch von den Umwelt- und Lebensbedingungen abhängig und diese werden zu großen Teilen im unmittelbaren Wohnumfeld erfahrbar.

In Nordrhein-Westfalen sind in allen Kreisen und kreisfreien Städten kommunale Gesundheitskonferenzen eingerichtet. Sie spielen eine wichtige Rolle in der allgemeinen kommunalen Gesundheitspolitik. Sie beraten in Fragen der gesundheitlichen Versorgung auf örtlicher Ebene mit dem Ziel der Koordination. Sie geben bei Bedarf Empfehlungen, vereinbaren Lösungsvorschläge und sorgen für deren Umsetzung. Mehr Informationen zu kommunalen Gesundheitskonferenzen.

Kommunen sind angehalten, die Lebensbedingungen für Familien in gesundheitsfördernder Weise zu gestalten. Hierzu gehört maßgeblich eine durchgängige Familienorientierung des kommunalen Gesundheitswesens.

 

Angebote der Kommune

Das Spektrum spezieller Angebote im Rahmen einer kommunalen Förderung der Gesundheit von Familien umfasst zum Beispiel:
  • Soziale Dienstleistungen zu allen Vorgängen rund um Schwangerschaft und Geburt
  • Ernährungsberatung
  • Gesundheitsberatung und Suchtprävention
  • Hilfen für Familien mit (chronisch) kranken oder behinderten Mitgliedern
  • Hilfen in psychosozialen Notsituationen für Eltern und Kinder
  • Hilfen für pflegende Angehörige

Erstellungsdatum: 23.10.2007, letzte Aktualisierung am 17.06.2013
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