Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Praxis vor Ort

Beispiel guter Praxis:
Familienberichterstattung im Kreis Warendorf

Karte Warendorf
Mit Hilfe der Familienberichterstattung und durch die Beteiligung von Familien in Familienforen wurden im Kreis Warendorf Prioritäten bei der Umsetzung von Projekten in verschiedenen Handlungsfeldern, die Familien zugute kommen werden, gesetzt.
Beispielhaft für die Familienberichterstattung des Kreises Warendorf ist vor allem die Erarbeitung von verbindlichen Handlungsempfehlungen die dafür sorgen, dass Konsequenzen und Erkenntnisse der Familienberichterstattung nicht „in der Schublade“ verschwinden, sondern Grundlage des Verwaltungshandelns werden.  

 

Bezeichnung

Familienberichterstattung

 

Laufzeit

1999 - 2002

 

Träger

Kreis Warendorf

 

Ansprechpartner

Wolfgang Rüting
Kreis Warendorf
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien
Waldenburger Straße 2
48231 Warendorf

Tel.: 02581 535100
E-Mail: wolfgang.rueting(at)kreis-warendorf.de

 

Anlass / Hintergrund vor Beginn

Weiterentwicklung der Sozialplanung:
1991 – Jugendhilfeplanung
1994 – Altenhilfeplanung
Der Familienbericht stellt eine übergeordnete Perspektive dar, in dem er die Familie in allen Lebensphasen betrachtet.

 

Ziele

  • Schaffung von familienfreundlichen Bedingungen
  • Maßnahmenentwicklung zur Unterstützung von Familien
  • Förderung familialer Netzwerke

 

Zielgruppe

Familien im Kreis Warendorf

 

Inhalte

  • Durchführung einer kreisweiten Auftaktveranstaltung
  • Gründung von fünf themenbezogenen Planungsgruppen
    1. Familienorientierte Wohnverhältnisse
    2. Familie und Arbeitswelt
    3. Gesundheitliche Förderung von Familien
    4. Ehrenamt und Selbsthilfe für und von Familien
    5. Netzwerk „Familien unterstützende Dienste“ und Planungsgruppe von 19 interessierten Bürgerinnen und Bürger
  • Aufgaben
    1. Beschreibung der aktuellen Situation
    2. Darstellung der Angebote
    3. Bedarfsermittlung
    Durchführung von Familienforen in allen 13 Städten und Gemeinden (ca. 3000 Personen)
    o Beteiligung der Familien auf örtliche Ebene
    o Überprüfung der Handlungsempfehlungen aus den Planungsgruppen
    4. Entwicklung von Handlungsmöglichkeiten
    o Gründung einer Steuerungsgruppe
    o Prioritätensetzung anhand von Bewertung der Handlungsbedarfe nach sozialen Folgewirkungen, gesetzlicher Verpflichtung und Realisierbarkeit
    5. Umsetzung von Familienprojekten

 

Handlungsbedarfe

Handlungsbedarf Familienorientierung der Wohnverhältnisse
Beispiele:
  • Entwicklung von Kriterien zur Prüfung der Familien- und Kinderfreundlichkeit im Bereich Wohnen und Wohnumfeld in einer ämter- und gemeindeübergreifenden Kooperation (unter Berücksichtigung bereits erarbeiteter Prüfkataloge)
    Ziel: konsequente Überprüfung des Bestandes und Verbesserung der zukünftigen Planungen (Stadtplanung, Sozialplanung etc.)
  • Kinder- und umweltfreundliche Schulen und Schulhöfe als Pausen- und Spielhöfe (z.B. mit finanzieller Unterstützung von Aktiven, zur Eigenleistung bereiten Eltern, Lehrerin-nen und Lehrern)
  • Ausbau des Radwegenetzes (Schulwegsicherung) zwischen den Städten und Gemeinden
Handlungsbedarf Familie und Arbeitswelt
Beispiele:
  • Einrichtung einer Beratungsstelle für Unternehmen zur Umsetzung familien- und kinderfreundlicher Arbeitsbedingungen
  • Umsetzung und Förderung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen in der Kreisverwaltung Warendorf
Handlungsbedarf Betreuung von Kindern; Jugendlichen
Beispiele:
  • Sicherstellung von sofortigen Betreuungsmöglichkeiten bei vorübergehenden Notlagen in den Familien
  • Schließung der Versorgungslücken in der Tagesbetreuung für die Kinder im Alter von 3 bis unter 6 Jahre
Handlungsbedarf Gesundheitliche Förderung von Familien
Beispiele:
  • Sicherung der Pflege- und Wohnberatung für Pflegebe-dürftige und von Pflegebedürftigkeit Bedrohte sowie ihrer Angehörigen, um sie über alle möglichen Hilfen zu bera-ten und zu informieren
  • Verstärkung der aufsuchenden und zielgruppenorientier-ten Arbeit des Gesundheitsamtes
Handlungsbedarf Kooperation und Vernetzung
Beispiele:
  • Ausbau der Kooperation zwischen Betreuungseinrichtungen untereinande, sowie zwischen Schule und Jugendhilfe zur Sicherstellung eines differenzierten Angebotes unter effektiver Nutzung vorhandener Kapazitäten

 

Beteiligte

Vertreterinnen und vertreter der Kommunen, Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe, interessierte Bürgerinnen und Bürger

 

Kooperationskommunen

13 Kommunen im Kreis Warendorf

 

Einbindung / Vernetzung

Durchführung von Familienforen in enger Kooperation mit den Kommunen. Teilnahme von Vertreterinnen und Vertretern aus den Planungsgruppen und der Steuerungsgruppe.

Veranstaltungskalender
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