Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Praxis vor Ort

Beispiel guter Praxis:
Gelsenkirchen – Ein präventiver Ansatz

Drei Babies nebeneinander sitzend beim Spielen
Die Stadt Gelsenkirchen setzt mit ihrem Konzept zur Familienförderung / Familienbildung seit Ende 2004 auf Prävention. Über Elternbefragungen, formulierte Bedarfe von Stadtteilarbeitsgruppen sowie durch die Evaluation bestehender Angebote wurden Bedarfe ermittelt.
Die Stadt Gelsenkirchen hat mit vielen Kooperationspartnern ein System entwickelt, das sozialraumorientiert ansetzt und Familien frühzeitig erreicht. Mit dem Ausbau dieses umfassenden Präventionskonzeptes hat die Stadt schon relativ früh begonnen und entsprechend ausgereift sind die einzelnen Bausteine mittlerweile.

 

Bezeichnung

Konzept Familienförderung/Familienbildung: ein präventiver Ansatz

 

Laufzeit

Seit Ende 2004, Laufzeit unbefristet

 

Träger

Stadt Gelsenkirchen
Referat Erziehung und Bildung
Abteilung Jugend- und Familienförderung

 

Ansprechpartnerin

Ina Woelk
Referat Erziehung und Bildung
Kurt-Schumacher Str. 4
45875 Gelsenkirchen

Tel.: 0209 169-9432
E-Mail: ina.woelk(at)gelsenkirchen.de

 

Anlass / Hintergrund vor Beginn

  • Veränderungen in der Familienstruktur und im Umfeld erfordern Ergänzung
  • Erziehungsunterstützende Angebote müssen sich an diesen Veränderungen neu ausrichten
  • Erste Familienphase ist wesentlich für weitere positive Entwicklungschancen
  • Kontakt zu Familien erst bei Eintritt in Einrichtungen, früher Zugang erforderlich
  • Fallzahlerhöhungen im Bereich Hilfen zur Erziehung bei gleichzeitig sinkender Bevölkerungszahl
  • Keine lückenlose Präventionskette vorhanden

 

Ziele

Oberziel:
Stärkung der Erziehungskompetenzen der Familien durch Familienbildungsangebote und frühzeitiges Erkennen von Problemlagen
Richtungsziel:
Familien werden frühzeitig, bedarfsgerecht und wohnortnah mit abgestimmten Angeboten der Familienförderung/Familienbildung erreicht

 

Zielgruppe

Alle Familien in Gelsenkirchen, vorrangig in der ersten Familienphase

 

Inhalte

  • Schaffung eines frühen Zuganges über einen Besuch der Familie zur Geburt des Kindes
  • Flächendeckende bedarfsgerechte Angebote für Familien im Wohnumfeld
  • Tragfähiges, abgestimmtes Netzwerk zur Förderung der Familien
  • Bedarfsermittlung über Arbeitsgruppen in den Stadtbezirken, Elternbefragungen und Evaluation der aktuellen Elternangebote
  • Schaffung einer Präventionskette von der Schwangerschaft bis zum Eintritt in die Tageseinrichtung für Kinder

 

Angebote

  • Gelsenkirchener Elternschule für Eltern mit Kindern im Alter von 0-3 Jahren und 4-7 Jahre (Standorte im gesamten Stadtgebiet)
  • Offene Eltern-Baby/Kind-Treffs an 21 Standorten
  • Themenspezifische Infonachmittage in türkischer oder russischer Sprache
  • Spezielle Angebote für Familien mit Migrationshintergrund (bei Bedarf in Muttersprache)
  • Angebote für Alleinerziehende
  • Kursangebote Ernährung (Babybrei, Kochen für die Kleinsten)
  • Bewegungs- und Bindungsangebote wie z.B. Babymassagen
  • Angebote spezielle für Väter
  • und andere
Die Gelsenkirchener Elternschulen können von finanzschwachen Familien über einen kostenlosen Gutschein des Jugendamtes besucht werden. Alle anderen Angebote sind für die Eltern kostenfrei. Die Kinderbetreuung wird bei allen Angeboten bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

 

Beteiligte

  • Familienbildungseinrichtungen
  • Verbände, Freie Träger
  • Referat Gesundheit
  • Tageseinrichtungen für Kinder/Familienzentren
  • Hebammen, Ärzte und Krankenhäuser
  • und andere

 

Einbindung / Vernetzung

Die Familienförderung koordiniert das Gelsenkirchener Bündnis für Familien „Gelsenkirchen: Eine familienfreundliche Stadt“

Veranstaltungskalender
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