Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Praxis vor Ort

Beispiel guter Praxis:
Familien-Projekt Dortmund

Quelle: Familienprojekt Dortmund
Aufbauend auf den positiven Erfahrungen dezentraler Unterstützung beim Aufbau der Offenen Ganztagsschulen in Dortmund wurden 2005 in allen Stadtbezirken Familienbüros eingerichtet.
Das Familien-Projekt Dortmund zeigt, wie familienpolitische Maßnahmen durch eine eigenständige Organisationseinheit zentral koordiniert und gesteuert, dann aber dezentral und sozialraumorientiert umgesetzt werden können. Dies ermöglicht eine niedrigschwellige Ansprache der Familien im Stadtteil und gleichzeitig die Rückbindung an eine übergeordnete Strategie.

 

Bezeichnung

Familien-Projekt der Stadt Dortmund

 

Laufzeit

Ende 2002 als zweijähriges Top-Projekt der Stadt Dortmund eingesetzt.
Seit 2005 als eigenständige Organisationseinheit im Dezernat Schule, Jugend und Familie mit dezentral arbeitenden Familienbüros in den 12 Stadtbezirken der Stadt.

 

Träger

Stadt Dortmund

 

Ansprechpartner

Kordula Leyk
Leiterin Familien-Projekt der Stadt Dortmund
Märkische Str. 24-26
44141 Dortmund

Tel.: 0231 50-29893
E-Mail: kleyk(at)stadtdo.de

 

Anlass/Hintergrund Beginn

Der Ursprung des Familien-Projektes liegt in einem längeren Diskussionsprozess, an dem mehrere hundert Bürgerinnen und Bürger, verschiedene Fachbereiche der Stadtverwaltung sowie alle sozialpolitischen Sprecher der im Rat der Stadt Dortmund vertretenen Fraktionen teilnahmen. Als Ergebnis wurde ein gemeinschaftliches Papier verfasst, das einen gesellschaftlichen Grundkonsens der Politik zum Thema Familie darstellt. Diese "Familienpolitische Leitlinie" wurde 2002 im Rat der Stadt verabschiedet und dient als Leitbild zur Familienpolitik in Dortmund. (www.familienstadt.dortmund.de).

 

Ziele

Das Familien-Projekt bündelt die Aktivitäten zur Familienpolitik über Ämtergrenzen hinaus, insbesondere in den Kernbereichen
  • Bildung und Betreuung
  • Erziehung und Beratung
  • Kultur, Sport und Freizeit
  • Leben und Wohnen
  • Unterstützung aller Familien in ihren sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen
  • Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur für junge Familien
  • Verbesserung der Attraktivität des Standortes Dortmund
  • Reaktion auf die Herausforderungen der Bevölkerungsentwicklung

 

Zielgruppe

Familien in Dortmund

 

Inhalte

Aufbauend auf den positiven Erfahrungen dezentraler Unterstützung beim Aufbau der Offenen Ganztagsschulen in Dortmund war es nahe liegend, in jedem der 12 Stadtbezirke ein Familienbüro fest zu verankern. Die zum 01.02.2005 flächendeckend eingerichteten Familienbüros dienen nun als allgemeine Anlauf- und Servicestelle für alle Fragen von Familien und Eltern.

Die Familienbüros sollen Wegweiser und Unterstützer für Eltern und Familien sein. Jede Familie, bei der Nachwuchs ankommt oder die neu nach Dortmund zieht, wird von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des zuständigen Familienbüros besucht (Willkommensbesuche). Dabei geht es um zweierlei:

1. Zum einen sollen die Familien über die Funktion und das Angebot der Familienbüros informiert werden,
2. zum anderen werden die Wünsche, Fragen oder Vorschläge der Familien aufgenommen, beantwortet oder weitergeleitet.

Eltern bekommen Beratung und Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Bildungs- und Betreuungsangebot für ihr Kind.

Durch Informationen und alltagspraktische Unterstützung von Eltern soll die Erziehungskompetenz gestärkt und damit die Startchancen für die Kinder und Jugendlichen verbessert werden. Familienbildung in diesem Sinne ist Bestandteil des Dortmunder Bildungsangebots.

Die Familienbüros
  • führen Willkommensbesuche bei allen Eltern neugeborener Kinder und bei zugezogenen Familien durch,
  • informieren über bestehende Betreuungsangebote, z.B. in Kindertageseinrichtungen, Schulen sowie Kindertagesbetreuung in Familien,
  • unterstützen bei der Suche nach geeigneten Freizeit-, Kultur und Sportangeboten,
  • helfen bei der Suche nach einem Babysitter,
  • bieten in Kooperation mit unterschiedlichen Partnern frühkindliche Bildungsmaßnahmen zur Förderung von Sprachentwicklung, Motorik und geeigneter Ernährung für Kinder bis zu drei Jahren an,
  • agieren gemeinsam mit dem Seniorenbüro bei der Aktion „Hand in Hand“, um Seniorinnen und Senioren zu werben, die sich, ihre Lebenserfahrungen und Kenntnisse in den Kinderalltag einbringen,
  • helfen bei weiteren persönlichen Anliegen.
Familien-Hotline 0231/50-1 31 31

 

Beteiligte

Die Familienbüros sind in die Bezirksverwaltungsstellen integriert (u.a. Sozialbüros, Seniorenbüros, Jugendhilfedienste...) und stehen mit allen Kitas, Schulen, freien Trägern und Anbietern in ihrem Bezirk in Kontakt.

Veranstaltungskalender
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