Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

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Aachen: Präventionsprojekt „PiA – Positiv Aufwachsen in Aachen“

Mit dem Projekt „PiA“ will die Stadt Aachen positive Lebens- und Lernbedingungen schaffen, Elternkompetenz früh fördern und Kinder vor Gefahren schützen. Die erste Evaluation zeigt positive Ergebnisse. (02.11.2011)
Bei „PiA“, geht es darum, jungen Eltern oder Alleinerziehenden bereits kurz nach der Geburt – angestrebt ist bis acht Wochen danach – durch einen Baby-Besuchsdienst Hilfen zu vermitteln, um Defiziten in der kindlichen Entwicklung möglichst früh entgegen zu wirken. Obwohl sich das Projekt noch in der Pilotphase befindet, konnten seit Beginn im Februar 2011 bereits 144 Hausbesuche bei Familien verzeichnet werden, bei denen die Hauptthemen die Vernetzung innerhalb des direkten Sozialraums – zum Beispiel zu Kinderärzten, Beratungsstellen oder Familienzentren – und die Kinderbetreuung waren.

Vor der Vereinbarung eines Besuchstermins wird allen jungen Eltern zunächst ein Fragebogen zugeschickt, den mehr als 52 Prozent der Eltern auch zurückgesendet haben. Wichtig hierbei: Den Eltern wird deutlich gemacht, dass es nicht um den Kontrollbesuch des Jugendamtes geht, um Ressentiments gegenüber dem Jugendamt  zu entgegnen. Beim Besuch findet dann eine ausführliche Beratung statt, etwa zu den Themen Erziehung, Kinderbetreuung, frühkindliche Bildung oder Gesundheit. Hier erhalten Familien außerdem eine „Kinderkrams-Tasche“ mit Geschenken wie einem Fieberthermometer, Babyausstattung oder auch Spielzeug. Auch drin enthalten ist ein „Elternbegleitordner“ mit vielen Tipps, Adressen oder Kontakten für junge Eltern und einige Gutscheine, etwa für Eltern-Kind-Kurse. Zum Abschluss des Besuchs wird noch ein Erhebungsbogen ausgefüllt, in dem der Besuch bewertet wird. Hier wurden insbesondere die zahlreichen Informationen, das Begrüßungsgeschenk und die kompetente Beratung mehrheitlich gelobt. Mehr als Dreiviertel der Besuchten gaben an, Beratungsbedarf gehabt zu haben. Die überwiegende Mehrheit gab hier auch an, den Besuch „sehr hilfreich“ oder „hilfreich“ empfunden zu haben. Kritische Anmerkungen – etwa zum Besuchszeitpunkt, den Infos oder den Gutscheinen – sollen nun geprüft werden und zu Verbesserungen des Projektes.

„PiA“ ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Erst dann wird entschieden, ob das Projekt weiter geführt und auf weitere Sozialräume in Aachen ausgeweitet werden soll. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Institut SO.CON (Social Concepts) im Auftrag der Hochschule Niederrhein. Eine erste Zwischenbilanz in der letzten Sitzung des Kinder- und Jugendausschusses in Aachen verlief durchweg positiv.

Quellen:
Online-Recherche auf www.aachen.de, 02.11.2011
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