Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Minister Laschet: Nordrhein-Westfalen auf dem Weg
zum Familienland Nummer 1 – Breites Bündnis für mehr Familienfreundlichkeit

Die Landesregierung hat heute mit einem noch nie dagewesenen breiten Bündnis aus 15 Dachorganisationen, von Verbänden, Wirtschaft, Gewerkschaften, freier Wohlfahrtspflege, Kommunen und anderen ein "Memorandum für familiengerechte Kommunen" verabschiedet. (24.11.2008)
"Wir wollen die Familienpolitik besonders auch auf der kommunalen Ebene verankern und ihr einen neuen Schub geben wollen", erklärte der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet in Essen.

Er sei stolz darauf, dass mit dem in dieser Größenordnung einmaligen Aktionsbündnis eine konstruktive Dialogkultur gefunden worden sei, die im Sinne der Familien genutzt werden könne. "Darin liegt unsere Stärke und ein großes Potenzial für die Zukunftsfähigkeit unseres Landes", dankte der Minister den Bündnispartnern bei der Unterzeichnung des Memorandums auf dem Kongress "Chancen für Familien - Zukunft für Kommunen" vor rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Messe Essen.

Der Minister zeigte sich erfreut darüber, dass alle Beteiligten des Aktionsbündnisses für die Idee einer fortlaufenden Zusammenarbeit für mehr Familiengerechtigkeit gewonnen werden konnten: "Dieser Prozess signalisiert auch, wofür Nordrhein-Westfalen steht: Ein Klima, in dem sich Familien wohl und zuhause fühlen, in dem Kinder willkommen sind und das Miteinander der Generationen gelebt werden kann." Nordrhein-Westfalen sei seinem Ziel, das kinder- und familienfreundlichste Bundesland zu werden, wieder einen großen Schritt näher gekommen.

Um Familien, vor allem dort, wo sie leben, nämlich in den Kommunen, Stadtteilen und Quartieren, zu unterstützen, sei ein intelligenter Mix von Maßnahmen erforderlich. "Diesen Mix schaffen wir als Landesregierung nicht allein. Dazu brauchen wir viele Verbündete, die an einem Strang ziehen", so Laschet.

Das Memorandum stellt insgesamt die Bedeutung der kommunalen Familienpolitik heraus, weil sich alle Vorhaben in den Regionen bewähren müssen. Darüber hinaus betont es die Bedeutung der Familie für die Gesellschaft und die Notwendigkeit, für Familien in jeder Lebensphase eine passgenaue Politik zu planen, deren Ergebnisse in der Praxis auch ankommen.

Im Memorandum sind folgende strategische Ziele verankert:

  • Zukunftschancen von Kindern und Familien ausbauen
Hier geht es um die Verbesserung der wirtschaftlichen Teilhabe der Menschen, vor allem von jungen Familien mit Kindern und Alleinerziehenden, um die bessere Begleitung von Jugendlichen beim Übergang von der Schule in den Beruf und um Strategien gegen Familien- und Kinderarmut. Außerdem werden verbesserte Bildungschancen in allen Lebensphasen von der frühen Kindheit bis ins Alter thematisiert. Besonderes Augenmerk wird auf das Thema Gesundheitskompetenz gelegt.

  • Heimat und Zugehörigkeit schaffen
Betont wird hier die Bedeutung des Stadtteils als Ort des Zusammenlebens und der Integration. Es geht um die Schaffung familiengerechter Wohnungen und um ein Wohnumfeld, in dem sich Familien unterschiedlicher Herkunft und Zusammensetzung zu Hause fühlen, um familiengerechte Angebote für sinnvolle Freizeitaktivitäten und um die Unterstützung sozialer Netzwerke.

  • Verlässliche Hilfen, Schutz und Sicherheit gewährleisten
Thematisiert werden hier diverse Unterstützungsangebote, die Familien darin bestärken, ihren komplexen Alltag eigenständig und selbstbestimmt zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um Kinderbetreuung, sondern auch um Pflegeleistungen für Ältere und um Überforderungssituationen, die aus Krisen entstehen können.

Laschet: "Als Aktionsbündnis sehen wir unter anderem großen Handlungsbedarf bei der Familienunterstützung durch haushaltsnahe Dienstleistungen." Dieses Thema soll im nächsten Jahr zu einem gemeinsamen Schwerpunkt gemacht und ein darauf bezogenes Handlungskonzept entwickelt werden.

Projekt- und Ideenmarkt: Beispiele guter Praxis
Auf Vorschläge der Bündnispartner gehen unter anderem auch die 25 Projekte zurück, die sich auf der Veranstaltung in Essen präsentierten und die Breite innovativer familienpolitischer Aktivitäten im Land spiegeln. Von der Region Aachen bis Ostwestfalen-Lippe, vom Münsterland bis Südwestfalen waren alle Regionen vertreten. Die Beispiele guter Praxis kommen sowohl aus kleineren Gemeinden als auch aus größeren Städten und Kreisen. Überregionale Initiativen, die grundsätzlich auf eine Stärkung der Familienpolitik aller Kommunen in Nordrhein-Westfalen zielen, vervollständigen die Liste der vorgestellten Maßnahmen. "Diese Projekte beweisen, dass es in vielen Kommunen bereits hervorragende Initiativen gibt. Nicht jeder muss das Rad neu erfinden, sondern kann sich beim anderen etwas abschauen", sagte Armin Laschet.

Quellen:
Presseerklärung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 24.11.2008
Veranstaltungskalender
Oktober
Mo Di Mi Do Fr Sa So
40 30 1 2 3 4 5 6
41 7 8 9 10 11 12 13
42 14 15 16 17 18 19 20
43 21 22 23 24 25 26 27
44 28 29 30 31 1 2 3

alle Termine

Qualifizierung

Karte klein Familienmanager

Wo gibt es sie? Familienmanagerinnen und -manager in Nordrhein-Westfalen im Überblick

Es gibt bereits viele zertifizierte Familienmanagerinnen und -manager. Die Karte zeigt Ihnen auf einen Blick, wo überall in Nordrhein-Westfalen Familienmanagerinnen und -manager für mehr Familienfreundlichkeit in den Kommunen aktiv sind. mehr

Audit familiengerechte Kommune

Lokale Bündnisse für Familie

Gesundheitliche Chancengleichheit