Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Neue Chancen für Berufsrückkehrerinnen und Eltern ohne Berufsausbildung –
Impuls für familienbewusste Aus- und Weiterbildung

Mit innovativen Aus- und Weiterbildungskonzepten sollen für Berufsrückkehrerinnen und Eltern ohne Berufsausbildung neue Brücken in den Arbeitsmarkt gebaut werden. (19.11.2013)
Das ist das Ziel gemeinsamer Aktivitäten, die der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 19.11.2013 im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin vorgestellt haben. Unterstützt werden sie durch das Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie". Im Zentrum stehen regionale Veranstaltungen und ein Leitfaden mit Best-Practise-Beispielen. Beide werben hierin für neue Qualifizierungsmodelle, die speziell auf diese Gruppen zugeschnitten sind.

Im Rahmen der Fachkräftesicherung werden neue Modelle einer familienbewussten Personalpolitik immer wichtiger: Beispielsweise die Teilzeitausbildung, die zirka 130.000 junge Eltern ohne eine abgeschlossene Berufsausbildung anspricht oder betriebsnahe Qualifizierungsmodelle für rund 160.000 bei den Agenturen für Arbeit gemeldeten Berufsrückkehrerinnen.

"Wir gehen davon aus, dass die Zahl derer, die nach längerer Familienpause wieder arbeiten möchten, noch weit höher ist. Viele melden sich nicht bei der Arbeitsagentur und manchen fehlt das Selbstvertrauen, weil die Entwicklung im eigenen Beruf weitergegangen ist. Hier wollen wir im Sinne der Betroffenen und der Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen, unterstützen", begründet der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Achim Dercks das Engagement des DIHK.

"Flexible Arbeitszeiten, eine Unternehmenskultur, die auch die Familien hinter den Arbeitsnehmern im Blick hat und im besten Fall eigene Kinderbetreuungsangebote sind konkrete Botschaften an Beschäftigte und an potenzielle Arbeitnehmer, dass Eltern in einem Unternehmen willkommen sind. Das macht Unternehmen heute besonders attraktiv. Wichtig für den Erst- oder Wiedereinstieg in den Beruf sind betriebliche Modelle für eine familienbewusste Aus- und Weiterbildung. Mit innovativen Konzepten können wir Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und den Bedarf der Wirtschaft nach Fachkräften unterstützen", sagt Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium.

Gemeinsam mit dem Netzwerkbüro "Erfolgsfaktor Familie" will die IHK-Organisation daher bei Unternehmen für familienbewusste Aus- und Weiterbildungsmodelle werben. In Berlin beispielsweise organisieren die IHK und Handwerkskammer mit der Agentur für Arbeit zu Beginn des nächsten Jahres eine Veranstaltung mit anschließendem Speeddating für Unternehmen und potenzielle Teilzeitazubis, die nach der Familienphase ins Berufsleben einsteigen wollen. Auch in anderen IHKs gab es bereits erste Pilotveranstaltungen.

Über das Unternehmensnetzwerk Erfolgsfaktor Familie
Als Teil des gleichnamigen Unternehmensprogramms wurde das Netzwerk "Erfolgsfaktor Familie" im Herbst 2006 in einer gemeinsamen Initiative des Bundesfamilienministeriums und des Deutschen Industrie- und Handelskammertags ins Leben gerufen. Es ist mit derzeit rund 5.000 Mitgliedern die bundesweit größte Plattform für alle, die sich für das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie interessieren oder bereits engagieren. Mitgliedsunternehmen haben die Möglichkeit, ihr Engagement für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie öffentlichkeitswirksam zu präsentieren und Erfahrungen mit anderen auszutauschen. Unternehmen können sich kostenlos im Netzwerk registrieren und so von den folgenden Angeboten und Vorteilen profitieren:

  • Wahrnehmung Ihres Engagements: Mit der Mitgliedschaft machen Sie Ihr Interesse für eine familienfreundliche Unternehmensführung sichtbar. Sie können das Mitglieder-Logo in Ihrer Außenkommunikation nutzen und über das Netzwerk Ihr Engagement bekannter machen.
  • Austausch: Als Mitglied können Sie sich mit den übrigen Mitgliedern austauschen und profitieren von den Erfahrungen anderer Unternehmen.
  • Beratung und Information: Durch das Netzwerkbüro erfahren Sie von aktuellen Publikationen, Veranstaltungen und Neuigkeiten zum Thema. Ebenso können Sie sich mit konkreten Fragen an das Netzwerkbüro wenden und die Beratungsangebote nutzen.


Quellen:
Pressemeldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 19.11.2013
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