Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Familienfreundliche Arbeitsplätze sind für Unternehmen ein Gewinn –
„Vereinbarkeitslotsen“ für Familie und Beruf beraten in Ostwestfalen Betriebe und Beschäftigte

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Guntram Schneider appelliert an die Unternehmen im Land, die Strukturen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern und entsprechende Projekte voranzutreiben. (24.04.2013)
„Bei der Suche nach Fachkräften haben Unternehmen mit familienfreundlichen Arbeitsplätzen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Mit entsprechenden Angeboten haben es die Betriebe selbst in der Hand, qualifizierte Mütter und Väter für ihr Unternehmen zu gewinnen“, sagte Schneider heute in Düsseldorf.

Die Rückkehr in den Beruf sei nach einer Familienphase aber nach wie vor eine große Hürde, kritisierte der Minister. Beispielsweise arbeiteten in NRW in den ersten drei Jahren nach der Geburt des ersten Kindes weniger als 40 Prozent aller Mütter. „Deshalb ist jede Initiative in Betrieben zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Gewinn für den Arbeitsmarkt“, sagte der Minister.

Schneider lobte in diesem Zusammenhang den „Vereinbarkeitslotsen“ bei der REGE mbH in Bielefeld, eine aus Unternehmensbeiträgen finanzierte Dienstleistung für Bielefelder Unternehmen und deren Beschäftigte. Die so genannten Vereinbarkeitslotsen beraten und unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen auf ihrem Weg zu einer familienbewussten Personalpolitik. Beschäftigte profitieren beispielsweise bei Fragen der Kinderbetreuung oder im Krankheitsfall. Für Migrantinnen und Migranten schaffen die Lotsen innerhalb des Unternehmens eine Willkommenskultur für Beschäftigte und deren Familien. „Hier sind dauerhafte und nachhaltige Angebote entstanden, die beispielhaft für das ganze Land sind“, sagte der Minister.

Die „Vereinbarkeitslotsen“ gibt es seit 2013. Hervorgegangen ist das Angebot aus dem Landesprojekt „B.R.E – Berufliche Reintegration und Elternschaft“. Das Modellprojekt war von 2010 bis 2012 mit Geldern des Landes und des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert worden. Die Bilanz: 90 Unternehmen und 300 Beschäftigte wurden zum Thema ‚Wiedereinstieg in den Beruf’ informiert, Lösungen zur Optimierung des beruflichen Aus- und Wiedereinstiegs wurden gemeinsam entwickelt. Nicht nur Beschäftigte vor, während und nach der Elternzeit wurden individuell beraten. Auch 162 Eltern im SGB-II-Bezug erhielten für ihren beruflichen Wiedereinstieg ein Coaching.

Quellen:
Pressemeldung des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vom 23.04.2013
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