Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Minister Armin Laschet zum Start von KiBiz: "Ein guter Tag für Familien mit Kindern"

Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration teilt mit: "Eltern mit kleinen Kindern können sich freuen. Das neue Kinder­bildungsgesetz (KiBiz) tritt am 1. August 2008 in Kraft", sagte Familienminister Armin Laschet einen Tag zuvor in Düsseldorf. (31.07.2008)
Das KiBiz löst das alte Gesetz, seit 1992 geltende GTK (Gesetz über Ta­geseinrichtungen für Kinder) ab. Schwerpunkte von KiBiz sind mehr Bil­dung, eine bessere Betreuung und frühe Förderung. Laschet: "Das KiBiz ist ein entscheidender Beitrag dazu, aus Nordrhein-Westfalen das kinder- und familienfreundlichste Bundesland zu machen", sagte Laschet.

Dieses Ziel ist der Landesregierung einiges wert: Mit KiBiz steigt die Förderung des Landes für die Kindertageseinrichtungen schon in die­sem Jahr auf über eine Milliarde Euro (exakt: 1.023,4 Millionen Euro). "So viel Geld hat es noch nie zuvor in Nordrhein-Westfalen für die vor­schulische Kinderbetreuung gegeben", sagte Laschet.

Wesentliche Neuerungen des KiBiz sind:
  • die Umstellung auf eine kindgerechte Förderung. Die Förderung orientiert sich am individuellen Bedarf des Kindes und hängt ab vom Alter des Kindes und der Betreuungsdauer. Zusätzliche Mittel gibt es für Kinder mit Behinderungen, Kinder mit zusätzlichem Sprachförderbedarf, Einrichtungen in anerkannten sozialen Brenn­punkten und kleine, eingruppige Einrichtungen.
  • Erstmals gesetzlich verankert wird die zusätzliche Sprachför­derung. Pro Kind zahlt das Land 340 Euro im Jahr. Die Sprach­förderung erstreckt sich über zwei Jahre.
  • Ebenfalls erstmals gesetzlich geregelt sind die Familienzentren. Sie bündeln Betreuung, Beratung und Bildung für Familien mit Kindern. Für die Vernetzung erhalten die Familienzentren jährlich 12.000 Euro zusätzlich zur Förderung für die Kindertagesein­richtung, die Bildungs- und Beratungsangebote.
  • Die Betreuungsangebote für unter Dreijährige werden massiv ausgebaut. Gab es im Jahr 2005 noch 11.000 für die Kleinsten, so sind es mit KiBiz in diesem Jahr bereits 44.600 Betreuungsplätze in Einrichtungen.
  • Hinzu kommt der Ausbau der Kindertagespflege. Erstmals steigt das Land mit KiBiz in die Förderung der Tagespflege ein und zahlt an das Jugendamt jährlich 750 Euro je Tagespflegeplatz. Davon können die Tagesmütter und -väter weiterqualifiziert werden oder die Sozialversicherung gezahlt werden.
  • Für Eltern bedeutet das KiBiz, dass sie mehr Flexibilität erhalten. Sie können zwischen Betreuungszeiten von 25, 35 und 45 Stunden für ihre Kinder wählen.
  • KiBiz ist auch ein Jobmotor für Erzieherinnen. Durch den Ausbau des Betreuungsangebotes steigt der Bedarf an Erzieherinnen und Erzieher. Berechnungen haben ergeben, dass in den kommenden Jahren rund 7.400 Vollzeitarbeitsplätze für Erzieherinnen entstehen.
Quellen:
Pressemitteilung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 31.07.2008
Veranstaltungskalender
September
Mo Di Mi Do Fr Sa So
35 26 27 28 29 30 31 1
36 2 3 4 5 6 7 8
37 9 10 11 12 13 14 15
38 16 17 18 19 20 21 22
39 23 24 25 26 27 28 29
40 30 1 2 3 4 5 6

alle Termine

Qualifizierung

Karte klein Familienmanager

Wo gibt es sie? Familienmanagerinnen und -manager in Nordrhein-Westfalen im Überblick

Es gibt bereits viele zertifizierte Familienmanagerinnen und -manager. Die Karte zeigt Ihnen auf einen Blick, wo überall in Nordrhein-Westfalen Familienmanagerinnen und -manager für mehr Familienfreundlichkeit in den Kommunen aktiv sind. mehr

Audit familiengerechte Kommune

Lokale Bündnisse für Familie

Gesundheitliche Chancengleichheit