Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Familienminister Laschet am Internationalen Tag der Familie: Lage der Familien in Nordrhein-Westfalen hat sich deutlich verbessert. Treffen mit Bundesministerin Ursula von der Leyen

Der nordrhein-westfälische Familienminister Armin Laschet sieht eine deutliche Verbesserung der Lage der Familien in Nordrhein-Westfalen. Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Familie (15. Mai) erklärte der Minister in Düsseldorf: "Der Ausbau der Betreuung für unterdreijährige Kinder, die Einführung verpflichtender Sprachtests schon für Kinder im Alter von vier Jahren sowie die Einführung der neuen Familienzentren sind wichtige Schritte auf dem Weg, Nordrhein-Westfalen zum kinder- und familienfreundlichsten Land in Deutschland zu machen." (15.05.2008)

Vor allem der massive Ausbau der Betreuungsplätze für die Unterdreijährigen leiste, so Laschet, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zu Beginn des neuen Kindergartenjahres, also am 1. August dieses Jahres, werde es 44.600 Plätze in Kindertageseinrichtungen geben, mehr als vier Mal so viel wie bei der Regierungsübernahme vor drei Jahren. Durch die erstmalige Förderung der Tagespflege, die durch das neue Kindergartengesetz erfolgt, stünden rund 58.000 Plätze zur Verfügung, hob Laschet hervor. Er betonte ebenfalls, dass die Landesregierung bereits im Kindergartenjahr 2010/2011 einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für zweijährige Kinder einführen wird.

Der heutige Internationale Tag der Familie ist gleichzeitig Aktionstag der Lokalen Bündnisse für Familie, von denen es allein in Nordrhein-Westfalen inzwischen 100 gibt. Das 100. Bündnis dieser Art arbeitet im Kreis Düren. Minister Laschet nutzte den Tag deshalb auch, um den Dürener Bürgerinnen und Bürgern zu gratulieren. "Zwei Dinge sind es, die die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bündnisses für Familie in Düren besonders auszeichnen: ihre große Einsatzbereitschaft und ihr Wille, immer wieder aufs Neue für die Familien in der Region Hand in Hand zu arbeiten", so Laschet.

Das Motto des diesjährigen Aktionstags lautet "Für Kleine Großes leisten". Deutschlandweit zeigen zahlreiche Bündnisse und Unterstützer wie die Kleinsten gut betreut werden können. Im Mittelpunkt steht das Engagement der 4.000 Unternehmen, die sich bereits der Initiative Lokale Bündnisse für Familie angeschlossen haben. Minister Laschet wird heute deshalb gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen einen Düsseldorfer Betriebskindergarten besuchen. "Unternehmen spielen eine ganz wichtige Rolle für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gerade sie können durch familienfreundliche Arbeitszeiten, Angebote zur Kinderbetreuung wie Betriebskindergärten oder eine familienfreundliche Personalpolitik Eltern helfen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das nutzt nicht nur den Familien, sondern auch den Betrieben, denn in Zeiten mangelnder Fachkräfte wird es immer wichtiger, qualifizierte Mitarbeiter stärker an das Unternehmen zu binden. Familienpolitik ist auch Standortpolitik", hob Laschet hervor.

Nordrhein-Westfalen unterstützt diesen Prozess mit dem neuen Wettbewerb familie@unternehmen.NRW. Mit dem Wettbewerb sollen vor allem neue Ideen für die Weiterentwicklung von Unternehmen zu familienfreundlichen Betrieben gesammelt und für andere Unternehmen zugänglich gemacht werden.

Bundesfamilienministerin von der Leyen betonte die besonderen Leistungen des Bundes zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf: "Der Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige ist auf einem guten Weg. Die Bundesländer haben seit dem 1. Januar schon mehr als 300 Millionen Euro für den Bau neuer Plätze beim Bund beantragt. Die Zahl aktiver Väter hat sich mit dem Elterngeld mehr als verdreifacht und die Geburtenrate ist im vergangenen Jahr erstmals seit der Wiedervereinigung wieder auf den Wert von 1,45 gestiegen. Diesen großartigen Vertrauensvorschuss junger Väter und Mütter dürfen wir nicht enttäuschen. Für sie müssen wir täglich weiter daran arbeiten, dass ihre Kinder in einem Umfeld aufwachsen, das auf Familien Rücksicht nimmt. Deswegen freue ich mich ganz besonders, dass wir heute ein doppeltes Jubiläum feiern können. Im nordrhein-westfälischen Kreis Düren gründet sich das bundesweit 500. Bündnis für Familie – und zugleich das 100. Bündnis in Nordrhein-Westfalen. Ich gratuliere den engagierten Bündnispartnern in Düren und Nordrhein-Westfalen sehr herzlich, aber auch den zahlreichen Menschen, die sich in den 499 anderen Bündnissen jeden Tag mit viel Kreativität und großem Einsatz dafür stark machen, dass die Familien gerne im Ort leben und arbeiten. Ein familienfreundliches Land ist ein Mosaik aus 1000 guten Ideen, Initiativen und Angeboten, die Familien im Alltag unterstützen."

Das Bundesfamilienministerium setzt zahlreiche Anreize für die Wirtschaft, in familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu investieren:

  • Der Bund fördert seit Februar 2008 mit 50 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds Betriebe, die für die Kleinkinder ihrer Beschäftigten neue Plätze in Kindertageseinrichtungen schaffen.
  • Nach dem am 30. April im Bundeskabinett beschlossenen Kinderförderungsgesetz sollen auch Betriebskindergärten von Fördergeldern des Bundes profitieren, wenn sie die Qualitätskriterien der Jugendämter erfüllen und die neuen Plätze allen Kindern am Ort offen stehen.
  • Das im Sommer 2006 vom Bundesfamilienministerium gestartete Unternehmensnetzwerk "Erfolgsfaktor Familie", in dem Betriebe untereinander praktische Tipps für familienfreundliche Arbeitsbedingungen austauschen, zählt heute mehr als 1500 Mitgliedsunternehmen aller Branchen und Größen.

Die Initiative Lokale Bündnisse für Familie wurde Anfang 2004 vom Bundesfamilienministerium ins Leben gerufen. Ein Lokales Bündnis für Familie ist der Zusammenschluss verschiedener gesellschaftlicher Gruppen mit dem Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien vor Ort durch konkrete Projekte zu verbessern und vor allem Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Mit dabei sind Kommunen, Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften, Verbände, Stiftungen, Freie Träger und Mehrgenerationenhäuser. In den Kreisen, Städten und Gemeinden mit einem Lokalen Bündnis leben fast 48 Millionen Menschen. Die Wirtschaft ist an rund 77 Prozent aller Bündnisse beteiligt. Die Initiative wird aus Mitteln des Bundesfamilienministeriums und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Quellen:
Pressemitteilung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 15.05.2008
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