Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Zahl der männlichen Erzieher in Kitas von 2008 bis 2010 um ein Viertel gestiegen

Bundesprogramm "Mehr Männer in Kitas" zieht nach zehn Monaten erste positive Bilanz. (13.10.2011)
"Wir brauchen mehr engagierte Männer in Kitas. Darin sind sich die Eltern und die Kitas einig. Allein die Tatsache, dass wir das Thema in die Öffentlichkeit gebracht haben, zeigt Wirkung: Von 2008 bis 2010 ist die Zahl der männlichen Erzieher in Kindertagesstätten um ein Viertel gestiegen. Das ist ein schöner Erfolg", sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder.

2008 gab es in Deutschland 7.980 männliche Fachkräfte. Ihre Zahl stieg 2009 auf 8.609 (+ 7,9 Prozent) und 2010 auf 9.979 (+ 15,9 Prozent). Das entspricht einer Steigerung von 25 Prozent über zwei Jahre. Trotzdem ist der Anteil der Männer an den Fachkräften insgesamt gesehen immer noch niedrig, daran ändert auch die Steigerung von 2,4 auf 2,7 Prozent nichts. Deshalb wird das Bundesfamilienministerium den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen. Ziel des auch vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekts ist es, das Interesse von Jungen und Männern am Beruf des Erziehers zu wecken. So soll das Programm dazu beitragen, den Anteil männlicher Erzieher in Kitas perspektivisch - wie von der Europäischen Union empfohlen - auf 20 Prozent zu erhöhen.

Das Programm "MEHR Männer in Kitas" ist Anfang 2011 an 16 Standorten mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Info-Busse, Schüler-Praktika, Schnuppertage, Freiwilligendienste und Mentorenprogramme, aber auch eine Einbindung von beruflichen Quereinsteigern, aktive Väterarbeit sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema "Geschlecht" im Kita-Team sollen dazu beitragen, mehr Männer für den Beruf des Erziehers zu gewinnen.


In Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit zwei Standorte mit Modellprojekten:

Das Projekt „Rolle vorwärts – mehr Männer in Kitas“ aus Dortmund hat zum Ziel, junge Männer für den Erzieherberuf zu interessieren und sie so für pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen zu gewinnen. Dieses Ziel wird mit Hilfe von sieben Teilprojekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten verfolgt. Beispielsweise werden gezielt sozial engagierte Männer für den Erzieherberuf angesprochen und durch ein Kontakthalteprogramm betreut. Andere Teilprojekte fokussieren sich auf die Vermittlung des Erzieherberufs in Schulen oder die Gewinnung von männlichen Praktikanten in Kitas.

„MAIK - Männer arbeiten in Kitas“ ist ein Projekt des Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e. V. Ziel dieses Projekts ist es, innovative Modelle zu erproben und zu dokumentiert und die so entstehenden best practice-Beispiele im Gesamtnetzwerkt des Verbandes in der Praxis zu implementieren. Im Rahmen des Projektes soll so der Anteil männlicher Mitarbeiter in Katholischen Tageseinrichtungen für Kinder auf 5 Prozent verdoppelt werden. Der Projektrahmen wird durch die Module Personalgewinnung und -auswahl, Zugangswege in Ausbildung, Coaching und Förderung der Arbeitszufriedenheit, Elternarbeit sowie Sensibilisierung und Öffentlichkeitsarbeit abgesteckt.

Quellen:
Pressemeldung des Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 13.10.2011, Recherche auf der Website der ESF-Regiestelle (www.esf-regiestelle.eu) (Recherchedatum 13.10.2011)
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