Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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"Rucksack KiTa" – Minister Laschet: „Ein Familienbildungs- und Sprachförderprogramm mit Qualität!“

Die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in Nordrhein-Westfalen leisten mit dem Programm „Rucksack“ einen wichtigen Beitrag zur gezielten Sprachförderung. (03.06.2009)
Mit „Rucksack KiTa“ werden die Kinder in der deutschen Sprache durch das Fachpersonal in den Kindertageseinrichtungen unter Einbezug der herkunftssprachlichen Kompetenzen der Eltern gezielt gefördert.

„Letzten Endes geht es darum, die Distanz zwischen Elternhaus und Kindertageseinrichtung zu verkleinern und dadurch die Lernchancen der Kinder zu vergrößern. 'Rucksack' ist hierfür ein guter und gangbarer Weg. Viele Programme leiden darunter, dass sie den Eltern erst einmal etwas beibringen wollen. 'Rucksack' knüpft an ihren Stärken an und zeigt, wie viel Eltern tun können, um ihren Kindern zu helfen“, so Christian Petry, Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung.

Dies war ein wichtiger Grund für die Stiftung, die Weiterentwicklung von „Rucksack“ mit dem Ziel einer umfassenden Unterstützung der Sprachentwicklung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte in den vergangenen Jahren zusammen mit dem Integrationsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen zu fördern.

„Die Beherrschung der deutschen Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für den Bildungserfolg von Kindern“, sagte Integrationsminister Armin Laschet anlässlich der bundesweiten Rucksack-Fachtagung am 3. Juni 2009 in Düsseldorf. „Mit dem Aktionsplan Integration und dem Kinderbildungsgesetz (KiBiz) hat die Landesregierung bereits klare Weichenstellungen für eine gezielte Sprachförderung gestellt“, so Laschet weiter. Hierfür habe das Rucksack-Programm einen wichtigen Beitrag geleistet: „Mit der Überarbeitung der Materialien und der Ergänzung eines Handbuches für Erzieherinnen, das konkrete Aktivitäten zur Vermittlung von Deutsch als Zweitsprache beinhaltet, wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein zur Verbesserung der Qualität von 'Rucksack' gelegt.“

Im Rahmen der Veranstaltung übergab der Minister die ersten Zertifikate an Kindertageseinrichtungen und ihre Träger, die „Rucksack“ vorbildlich um- und einsetzen und somit einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Kindern aus Zuwandererfamilien leisten. „Mit der Zertifizierung wird ein wichtiger Aspekt der Qualitätssicherung aufgenommen, der zur Einführung von Standards und zur Verbesserung des Programms führt“, so der Minister.

Mit der Fachtagung wurde der Startschuss für die Einführung der neuen Programm-Materialien gelegt, die innerhalb Nordrhein-Westfalens durch die RAA vorangetrieben wird.

Die Leiterin der RAA Hauptstelle Nordrhein-Westfalen, Christiane Bainski, betonte: „Rucksack KiTa kann im Rahmen des von den RAA getragenen Netzwerkes 'Integration durch Bildung' allen interessierten Kommunen in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt werden. Bis zum Jahresende werden wir mit der Ausbildung von weiteren Multiplikatorinnen aus anderen Bundesländern und Österreich die Umsetzung auch weit über die Grenzen unseres Bundeslandes hinaus stärken.“

Das Rucksack-Programm stößt bundesweit auf sehr großes Interesse, jährlich werden mehr als 4.500 Eltern mit ihren Kindern erreicht.

An der Fachtagung beteiligten sich mehr als 200 Elternbegleiterinnen und Erzieherinnen aus neun Bundesländern und Österreich, um die neuen Rucksack KiTa-Materialien kennenzulernen und sich zu ihren Erfahrungen mit „Rucksack“ auszutauschen.

Quellen:
Pressemitteilung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration, der Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien und die Freudenberg- Stiftung vom 03.06.09
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