Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

„Kinderlosigkeit und Kinderreichtum“ -
Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung veröffentlicht vier aktuelle Arbeitspapiere

In vier aktuellen Working-Papers des (BiB) werden die gemeinsamen Grundlagen des Forschungsprojektes „Kinderlosigkeit und Kinderreichtum“ (K&K) formuliert. (29.04.2015)
Ziel des Forschungsprojekts ist nach eigenen Angaben eine differenzierte Beschreibung und Erklärung von Kinderlosigkeit und Kinderreichtum. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden nun vier Arbeitspapiere veröffentlicht, die sich jeweils mit unterschiedlichen Aspekten von Kinderlosigkeit und Kinderreichtum befassen und den aktuellen Forschungsstand aufzeigen.


  • Martin Bujard und Detlev Lück: Kinderlosigkeit und Kinderreichtum: Zwei Phänomene und ihre unterschiedlichen theoretischen Erklärungen
Im ersten Bericht weisen die Autoren darauf hin, dass der Rückgang der Geburtenraten in Ländern mit niedriger Fertilitätsrate wie beispielsweise Deutschland auf zwei demografischen Phänomenen beruht: einerseits dem Rückgang kinderreicher Familien, und andererseits dem Anstieg der Kinderlosigkeit. Während sich nach Auffassung der Autoren eine höhere Kinderlosigkeit primär aus postmodernen Entwicklungen ergibt, ist der verminderte Kinderreichtum in erster Linie auf kulturelle Faktoren zurückzuführen.


  • Jürgen Dorbritz, Ralina Panova und Jasmin Passet-Wittig: Gewollt oder ungewollt? Der Forschungsstand zu Kinderlosigkeit
Das zweite Arbeitspapier geht spezieller auf das Phänomen der Kinderlosigkeit in Deutschland ein. Unter Berücksichtigung verschiedener Lebenslaufperspektiven stellen die Autoren hier den derzeitigen Forschungsstand zum Thema Kinderlosigkeit vor.


  • Detlev Lück, Manfred Scharein, Linda Lux, Kai Dreschmitt und Jürgen Dorbritz: Nur wenn alle Voraussetzungen passen. Der Forschungsstand zu Kinderreichtum
In Teil Drei der Reihe stehen die Determinanten und Mechanismen des Kinderreichtums im Mittelpunkt der Analyse. Darüber hinaus benennt das Papier Forschungslücken, „beispielsweise bei der Frage, welche Charakteristika von Kinderreichen eher Ursachen und welche eher Folgen von Kinderreichtum sind.“


  • Kai Dreschmitt und Robert Naderi: Sozialwissenschaftliche Daten zur Erforschung von Kinderlosigkeit und Kinderreichtum
Zur Beantwortung der Frage, welche Faktoren jeweils für den (fehlenden) Übergang zum ersten und dritten Kind von Bedeutung sind, werden im vierten Arbeitspapier Sozialwissenschaftliche Daten zur Erforschung von Kinderlosigkeit und Kinderreichtum ausgewertet. Unter anderem werden das Panel Analysis of Intimate Relationships and Family Dynamics (PAIRFAM), die Studie Job Mobilities and Family Lives in Europe (JobMob), das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) und das Eurobarometer als Quelle herangezogen. 



Quellen:
Quelle: Aktuelle Meldung des BiB vom 27.04.2015
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