Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Studie untersucht Arbeitszeit von Eltern – Kinder bestimmen den Umfang der Berufstätigkeit von Frauen

Eine aktuelle Studie des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen untersuchte die Arbeitszeit von Müttern und Vätern. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass Mütter heute zwar häufiger arbeiten als noch im Jahr 2001, gleichzeitig aber weniger Stunden pro Woche investieren. (13.05.2011)
Durchschnittlich arbeiten westdeutsche Frauen je nach Alter der minderjährigen Kinder zwischen 6,3 und 19,1 Stunden pro Woche, in Ostdeutschland 10,5 bis 25,5 Stunden, so die Berechnungen der IAQ-Arbeitsmarktforscherin Christine Franz mithilfe von Mikrozensus-Daten.

Dies gilt nicht nur für Frauen mit sehr jungen Kindern, sondern auch, wenn diese schon im Schulalter sind: Selbst mit Kindern die 15 Jahre und älter sind, arbeitet nur rund jede vierte Frau in Vollzeit.

In Ostdeutschland liegen sowohl die Müttererwerbstätigkeit als auch der Vollzeitanteil höher, jedoch sind die Erwerbstätigenquoten bei Frauen mit Kindern zwischen 6 und 17 Jahren teilweise deutlich gesunken. Insbesondere der Anteil der vollzeitbeschäftigen Mütter ist zurückgegangen: z. B. von 58 auf 41 Prozent bei einem jüngsten Kind im Alter von 10- bis 14 Jahren.

Unverändert hoch bleibt hingegen die Erwerbsbeteiligung der Väter, auch unabhängig vom Alter der Kinder. Dies gilt auch für den Umfang der Erwerbsbeteiligung: Nur ca. 3 bis 4 Prozent der westdeutschen und ca. 4 bis 8 Prozent der ostdeutschen Väter arbeiten in Teilzeit.

Lediglich bei einem kleinen Teil der Väter mit Kindern unter 2 Jahren zeigen sich, so die Studie, Indizien für eine familiär bedingte Arbeitszeitreduzierung. Hier ergeben sich jeweils die höchsten Werte der in Teilzeit tätigen Väter (5 Prozent im Westen und 8 Prozent im Osten im Vergleich zu 4 bzw. 6 Prozent bei Kindern zwischen 3 und 5 Jahren. Insgesamt sei das Erwerbsverhalten von Männern jedoch bisher nicht familienfreundlicher geworden, so die Forscherin des IAQ.

Die „Vätermonate“ beim Elterngeld nehmen derzeit allerdings 23 Prozent der Väter in Anspruch. Dabei arbeitet nur ein Teil der Väter in Teilzeit; der übrige Teil ist in dieser Zeit nicht erwerbstätig.



Quellen:
Pressemitteilung des Instituts Arbeit und Qualifikation
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