Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Jugendminister Armin Laschet und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: "Das Projekt 'KinderZUKUNFT NRW' ist ein neuer Baustein beim präventiven Kinderschutz in Nordrhein-Westfalen"

"Wir müssen frühzeitig Belastungssituationen erkennen, denen ein Teil der Familien bei uns ausgesetzt sind und die für Kinder zu einem Risiko werden können", sagte Kinder- und Jugendminister Armin Laschet am 28. Mai 2010 in Düsseldorf. (02.06.2010)
"Deshalb fördert die Landesregierung für zwei Jahre das Projekt 'KinderZUKUNFT NRW' mit insgesamt 220.000 Euro. Hier sollen neue Strategien der Vorbeugung und frühen Förderung von Kindern im Bereich des Gesundheitswesens und der Kinder- und Jugendhilfe entwickelt und angewendet werden."

An verschiedenen Standorten können in Kinder-, Frauen- und Geburtskliniken für Mütter und Familien aufgrund eines neu entwickelten Diagnoseverfahrens Unterstützungsbedarfe erkannt werden. Eine Koordinatorin führt in der Klinik ausführliche Gespräche mit den Müttern, bei denen psychosoziale Belastungen vorliegen und bietet ihnen zielgerichtet Hilfen an. Mit dem Einverständnis der Mütter werden dann Kontakte zu Familienhebammen, Kinder- und Jugendärzten und zu den Diensten der Familien- und Jugendhilfe sowie des Gesundheitswesens vermittelt.

Ziel ist es auch, über eine Vernetzung der Akteure die Familien zu einem frühstmöglichen Zeitpunkt multiprofessionell zu unterstützen und die Eltern in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken.

"Damit ergänzt das Projekt 'KinderZUKUNFT NRW' in guter Weise unsere existierenden sozialen Frühwarnsysteme sowie die kommunalen Angebote früher Hilfen, bei denen bereits Geburtskliniken, Ärzte, Hebammen und Sachkundige der Gesundheitsämter verbindlich mit Erzieherinnen, Pädagoginnen und Fachkräften des Jugendamtes zusammen arbeiten", so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. "Auch hier geht es darum, die Vernetzung der unterschiedlichen Professionen voran zu treiben."

Das Projekt sieht den Aufbau eines übergreifenden Berichtswesens und die Evaluation der Kostenstrukturen vor. "Durch diese Anschubfinanzierung des Landes sollen kommunale Initiativen und Projekte 'Früher Hilfen' weiter entwickelt, Handlungsempfehlungen erarbeitet und ein übertragbares Modell für andere Kommunen in Nordrhein-Westfalen bereit gestellt werden", bewertet Minister Laschet das zweijährige Pilotprojekt.


Quellen:
Pressemitteilung des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen vom 28.02.2010
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