Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

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Minister Karl-Josef Laumann: „Werden Kinderarmut weiterhin erfolgreich bekämpfen“ -
Erfolgreich gegen Kinderarmut in Nordrhein-Westfalen

„Seit 2005 ist die Zahl der Kinder aus armen Familien in Nordrhein-Westfalen von 818.000 Kindern auf 755.000 Kinder im Jahr 2008 um rund 60.000 zurückgegangen“, sagte Sozialminister Karl-Josef Laumann am 03.05.2010 in Düsseldorf. (04.05.2010)
„Trotz der Finanzkrise leben heute in Nordrhein-Westfalen fast 37.000 Kinder weniger von Hartz IV. Dennoch ist jedes arme Kind, jeder arme Jugendliche einer zuviel!“, so Laumann. „Das Thema Kinderarmut bleibt ganz oben auf unserer Agenda. Wir werden in unserem Bemühen gegen Armut und soziale Ausgrenzung nicht nachlassen. Der Vergleich zu 2005 zeigt, dass wir zwar schon besser geworden sind – aber die Bekämpfung von Armut kann nur langfristig erfolgreich sein.“

Deshalb hat die Landesregierung im Jahr 2008 den „Runden Tisch – Hilfe für Kinder in Not“, ein bislang bundesweit einmaliges Projekt, das auch für gesellschaftlich engagierte Institutionen und Organisationen geöffnet ist, ins Leben gerufen. „Mit dem Runden Tisch haben wir gemeinsam mit allen Akteuren und beteiligten Institutionen ein breites gesellschaftliches Bündnis auf die Beine gestellt, um benachteiligten Kindern helfen zu können. Denn die Bekämpfung der Kinderarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Wir sind alle miteinander gefordert, Lösungen zu finden", sagte der Minister.

„Wir haben dafür gesorgt, dass das Ganztagsangebot erweitert wird, um mehr Bildungsförderung und Chancengerechtigkeit sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erreichen. In den Grundschulen gibt es jetzt 203.000 Plätze im offenen Ganztag, fast dreimal so viele wie noch vor vier Jahren“, erklärte Laumann. „Und noch ein Beispiel: 2010 werden insgesamt über 100.000 Plätze für die Betreuung der Unterdreijährigen zur Verfügung stehen. Das bedeutet eine Versieben­fachung der U3-Plätze seit Regierungsantritt“, so Laumann.

Mit dem Landesfonds „Kein Kind ohne Mahlzeit“ hat die Landes­regierung ein weiteres Instrument zur Bekämpfung von Kinderarmut geschaffen. „Wie dringend die betroffenen Kinder unsere Hilfe brauchen, sehen wir in Nordrhein-Westfalen jeden Tag - zum Beispiel an der großen Resonanz auf unser Landesprogramm ‘Kein Kind ohne Mahlzeit’“, erklärte Laumann. Aktuell nehmen rund 82.000 Kinder das Angebot in Anspruch. Deshalb hat die Landesregierung den Fonds um zwei weitere Jahre verlängert und mit deutlich mehr Geld (19,3 Millionen Euro) ausgestattet.

„Ein weiterer Erfolg in diese Richtung ist das Urteil zu den Hartz IV-Regelsätzen, nachdem wir uns schon mit unserer Bundesratsinitiative im Jahr 2007 und auch danach immer wieder für einen bedarfsge­rechten Kinderregelsatz stark gemacht hatten. Kinder brauchen einen Regelsatz, der sich ihrer Lebenswirklichkeit anpasst“, sagte der Minister. „Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes war eine schallende Ohrfeige für sämtliche SPD-Arbeitsminister von Clement bis Scholz. Sie haben jahrelang alle Signale aus der Fachwelt ignoriert.“

Quellen:
Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen vom 03.05.2010
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