Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

Projektaufruf „Jugendliche im Stadtquartier“ – Innovative Beteiligungsformen für Jugendliche
Anmeldeschluss: 30. Juni 2009

Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ wird in diesem Projektaufruf nach Konzepten gesucht, mit denen Jugendliche in besonders innovativer Art und Weise in die Entwicklung ihres Stadtquartiers einbezogen werden. (10.06.2009)
Jugendliche finden in Stadtquartieren immer weniger attraktive Orte und Angebote. Dies ist eine der bisherigen Erkenntnisse aus dem ExWoSt-Forschungsfeld „Innovationen für familien-
und altengerechte Stadtquartiere“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Gerade Jugendliche benötigen aber einen sozialen Raum für gemeinsames Handeln und Kommunizieren.

„Die Jugend“ in der Stadt ist durchaus nicht als homogene Gruppe zu verstehen. Sie setzt sich zusammen aus einer Vielzahl von Teilgruppen mit unterschiedlichen Mustern der Raumaneignung und sich daraus ergebenden Bedürfnissen. Um die Lebenswelten der Jugendlichen
zwischen 11 und 20 Jahren positiv zu gestalten und sie zu aktiven Mitgliedern der Zivilgesellschaft werden zu lassen, müssen sie stärker als bisher in die Verfahren und Prozesse der Stadtentwicklung und Stadtplanung einbezogen werden. Gesucht werden daher
Strategien und Methoden, die den Jugendlichen Möglichkeiten zum Mit-Reden, Mit-Entscheiden und Mit-Gestalten geben.

Im Rahmen dieses Projektaufrufes „Jugendliche im Stadtquartier“ werden Konzepte gesucht, mit denen Jugendliche in besonders innovativer Art und Weise in die Entwicklung ihres Stadtquartiers einbezogen werden. Vor allem sollen explorative Instrumente erprobt werden, bei denen Jugendliche selbst ihre Anforderungen an Stadtquartiere formulieren. Die Projekte sollen vor Ort als Impuls für die verbesserte Einbeziehung Jugendlicher in die Stadtplanung dienen. Denn entscheidend für die Qualität von Jugendbeteiligung in der Stadt ist, dass die Beteiligung über den Tag hinaus wirkt.

Die Projekte sollen daher
  • Beteiligungsstrategien und –formate entwickeln, mit denen gezielt verschiedene Teilgruppen der Jugend erreicht werden können (Werkstätten, Events, Wettbewerbe, …)
  • Themen setzen, die die Jugendlichen unmittelbar ansprechen und zur Mitwirkung animieren (Gebrauchswerte von Einrichtungen und Freiräumen, neue Treffpunkte, …)
  • Methoden benutzen, mit denen die spezifischen Anforderungen von Jugendlichen ermittelt werden können (Video, Stadt auf Probe bauen, Wikimaps, blogs, Comics, …)
  • Akteure einbeziehen, die für die Lebenswelten der Jugendlichen zentrale Funktionen haben (Schulen, Sportvereine, …).
  • Schnittstellen vorsehen, mit denen die Ergebnisse in die kommunalen Planungsprozesse eingebracht werden (innovative Planformate, Spaziergänge mit dem Amtsleiter, …)

Das Projekt kann also eine Jugendbeteiligung im Rahmen von Bauleitplanverfahren, von Stadtteilentwicklungsplänen oder Stadtumbaukonzepten sein. Oder ein Workshop bei konkreten
Planungen für öffentliche Räume oder Gemeinschaftseinrichtungen. Auch Projekte von Wohnungsunternehmen oder privaten Initiativen z.B. für das Wohnumfeld, einen Platz oder ein Gebäude können durch innovative Jugendprojekte begleitet werden.

Die Umsetzung soll zwischen September und Dezember 2009 stattfinden.

Was sind ExWoSt-Modellvorhaben?
Modellvorhaben im Experimentellen Wohnungs-und Städtebau (ExWoSt) des Bundes dienen der Beantwortung von für die Stadt-und Quartiersentwicklung relevanten Fragen, die im Bundesinteresse stehen. Die Modellvorhaben liefern als „städtebauliche Labors“ Erkenntnisse für eine praxisbezogene Politikberatung. In ExWoSt-Modellvorhaben können bestimmte Maßnahmen, die im Bundesinteresse liegen und die einen hohen Innovationsgehalt und Modellcharakter haben, direkt vom Bund finanziell unterstützt werden. Weiterhin erhalten die Modellvorhaben eine Aufwandsentschädigung für ein forschungsbezogenes Berichtswesen.

Wer kann teilnehmen und was kann gefördert werden?
Träger der Projekte können Kommunen, Wohnungsunternehmen, Hochschulen, private Initiativen oder Vereine sein. Die Förderung der ausgewählten Projekte erfolgt durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-und Raumforschung. Förderfähig sind grundsätzlich alle Kosten im Zusammenhang mit den innovativen Planungsprozessen. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht.

Wichtige Termine
  • Die Projektmeldungen werden in Form eines standardisierten Projektmeldebogens von den Bewerbern abgegeben. Anmeldeschluss ist der 30.6.2009.
  • Die Auswahl der Modellvorhaben erfolgt bis Ende Juli.
  • Die ausgewählten Modellvorhaben treffen sich auf einem eintägigen Workshop am 2.9.2009 in Bonn zu einer Diskussion über die Projekte und ihre Qualitätsansprüche.
  • Die Berichterstattung über das jeweilige Modellvorhaben muss bis zum 15.12.2009 erfolgen.
  • Alle im Rahmen der ExWoSt-Förderung finanzierten Maßnahmen müssen bis Dezember 2009 abgeschlossen und abgerechnet sein.

Es ist angestrebt, in der weiteren Ausgestaltung des Forschungsfeldes Möglichkeiten zu schaffen, um ab 2010 in einer zweiten Stufe ggf. konkrete Einzelmaßnahmen in der (städte-) baulichen Umsetzung zu erforschen.

Ausschreibungsunterlagen und weitere Informationen
Die Ausschreibungsunterlagen (Projektaufruf und Projektmeldebogen) können ab dem 25. Mai 2009 unter www.stadtquartiere.de heruntergeladen werden. Der Projektmeldebogen kann auch per Mail angefordert werden. Schicken Sie hierfür eine Mail an: jugend@planzwei.
com.

Weitere Informationen zum Projektaufruf erhalten Sie unter www.stadtquartiere.de und von der Forschungsagentur:

plan zwei Stadtplanung und Architektur
Dr. Klaus Habermann-Nieße, Bettina Schlomka, Kirsten Klehn
Morgensternweg 17 a
30419 Hannover
Tel: 0511/279495-3

Quellen:
Online-Angebot www.sozialestadt.de, Recherchedatum: 08.06.09
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