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Ascheberg: Gemeinderat beschließt familiengerechte Maßnahmen

Ascheberg macht sich geschlossen auf den Weg familiengerechter zu werden. Eine Analyse der bestehenden Angebote, ein Strategiekonzept sowie ein zielgerichtetes Marketing wurden einstimmig beschlossen. (27.10.2011)
Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung in Deutschland von jetzt rund 82 Millionen Menschen auf 70 Millionen sinken. Allein schon vor diesem Hintergrund sei eine familiengerechte Politik „ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden“, betonte Raymond Zapfe vor den Mitgliedern des Sozialausschusses. Familienpolitik koste zwar zunächst etwas, zahle sich aber langfristig aus: „Ein Euro Investition für Kindertagesstätten bringt letztlich sechs Euro in den Gemeindehaushalt zurück. Viel wichtiger ist jedoch das humane Vermögen, das den Bestand der Gesellschaft sichert“, betonte Zapfe. Der ehemalige Leiter des Jugendamtes Haltern war auf Antrag der CDU zur Sitzung eingeladen worden, um Ansätze für eine familienfreundlichere Gestaltung der Gemeinde aufzuzeigen.

„Kommunale Familienpolitik muss ressortübergreifend in der Verwaltung verankert und Chefsache sein. Leitziele sollten durch einen politischen Grundsatzbeschluss festgelegt und ein lokales Bündnis für Familien geschlossen werden“, sagte der Referent und nannte sogleich einige mögliche Werkzeuge: Sehr hilfreich könnte ein Familienmanager in der Verwaltung sein - „eine Art Lotse, der mit Leib und Seele dabei ist“. Für „wertvolle Qualifizierungskurse“ müssten nur etwa 2000 Euro aufgebracht werden. Ferner sollte ein Familienleitbild mit konkreten Zielvorgaben erstellt werden. Darüber hinaus könnte ein Familienbüro als Anlaufstelle eingerichtet werden.

„Wir machen schon eine ganze Menge für Familien“, betonte Bürgermeister Dr. Bert Risthaus. Allerdings werde damit nach innen und außen nicht genügend geworben. Maria Schulte-Loh (CDU) regte an, das Thema Familienfreundliche Gemeinde im Marketing-Forum zu diskutieren und die bestehenden Angebot im Internet herauszustellen.

Einstimmig wurde der Beschlussvorschlag der CDU dem Gemeinderat empfohlen: Rat und Verwaltung werden ausdrückliche aufgefordert, die bestehenden Netzwerke aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für familiengerechtere Lebensbedingungen zu fördern. Nach dem Konzept der Gemeinde Ascheberg zum Bildungs- und Teilhabepaket wird ohnehin eine zeitlich befristete Sozialarbeiterin auf Kosten des Bundes eingestellt. Diese Sozialarbeiterin soll ihre in Ascheberg gemachten Erfahrungen zum kommunalen Familienmanagement der Gemeinde für ein Strategiekonzept zur Verfügung stellen. Darüber hinaus soll ein „zielgerichtetes Marketing“ entwickelt werden, um Ascheberg als Lebens- und Arbeitsort überregional zu platzieren.

Ergänzend wurde ein Vorschlag des Ausschussvorsitzenden Hans-Werner Schlottbohm (UWG) einstimmig aufgenommen: Die Verwaltung wurde beauftragt, als Basis für das weitere Vorgehen, eine Analyse des bereits Vorhandenen darzustellen.


Quellen:
Münsterländische Volkszeitung, 20.10.2011
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