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Ennepe-Ruhr-Kreis: Kampagne für die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

Das Netzwerk W(iedereinstieg) Ennepe-Ruhr hat eine breit angelegte Informationskampagne zum Zukunftsthema Vereinbarkeit von Beruf und Pflege gestartet. Ziel der Kampagne ist es, durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit für das Thema zu sensibilisieren und darüber hinaus konkrete Unternehmen zu gewinnen.

Hintergrund

Es gibt immer mehr ältere Menschen mit Unterstützungs- und Pflegebedarf und immer weniger jüngere Menschen, die diese Unterstützung leisten und mit ihrem Beruf vereinbaren können. Im Ennepe-Ruhr-Kreis waren 2011 rund 10.300 Menschen pflegebedürftig, für das Jahr 2015 rechnet man mit einem Anstieg auf 12.000. Die Kampagne für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf möchte vor allem Unternehmen, aber auch Beschäftige, pflegende Angehörige und Multiplikator/innen für das Thema sensibilisieren und über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Die Kampagne steht unter der Schirmherrschaft des Kreises und wird von der Landesinitiative Netzwerk W(iedereinsteig) gefördert.

Zielgruppe

Unternehmen, (potentielle) pflegende Angehörige und Pflegebedürftige

Inhalte

Die Schwierigkeit, Pflege und Beruf zu vereinbaren, wird von den Betroffenen oftmals nicht offen angesprochen. Ein Ziel der Kampagne ist es daher, eine mediale Öffentlichkeit herzustellen um für das Thema zu sensibilisieren und Hemmschwellen von Betroffenen zu senken. Die Kampagne wurde zusammen mit Unternehmen und Betroffenen entwickelt. Sie soll neben der allgemeinen Öffentlichkeit auch gezielt  Beschäftigte und Pflegebedürftige ansprechen und diese über mögliche Unterstützungsmöglichkeiten informieren.

Die Kampagne hat im Februar 2012 begonnen. Die wichtigsten Botschaften sind auf vier Postkartenmotiven und zwei Plakatmotiven zu lesen. Sie zeigen pflegende Angehörige und beispielhafte Unternehmen aus der Region, die ihre Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege unterstützen.  Dabei spricht die Kampagne sowohl pflegende  Frauen, aber auch pflegende Männer gleichermaßen an. So zeigt eine Postkarte ganz bewusst einen Mann, der Schreiner ist und seine Mutter pflegt, darüber hinaus wurden speziell an Männer gerichtete Informationen zusammengestellt.

Eine weitere Zielgruppe der Kampagne sind Unternehmen im Ennepe-Ruhr-Kreis. Diese erhalten Informationen zur Kampagne „Beruf und Pflege vereinbaren“, Praxistipps und Hinweise zu Unterstützungsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zugleich wird die Kampagne genutzt, um vorhandene Informationsmaterialien zu verbreiten - insbesondere den Leitfaden für Unternehmen „Zwischen Pflegebett und Büro“, der praktische Tipps für betriebliche Lösungswege aufzeigt. Bis Februar 2013 sollen mindestens 20 Unternehmen angesprochen werden. Diese können sich mit eigenen Statements und Bildmotiven der Kampagne anschließen. Unternehmen, die sich beteiligen, übernehmen damit die Aufgabe, das Thema Beruf und Pflege zu bewegen, offen damit umzugehen und gemeinsam mit den Beschäftigten nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die zu ihrem Unternehmen passen.

Ansprechpartnerin

Christa Beermann
Demografiebeauftragte für den Ennepe-Ruhr-Kreis
und Koordinatorin des „Netzwerk W Ennepe-Ruhr“
Tel.: 02336/93 22 23
C.Beermann(at)en-kreis.de

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