Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Familienmanagertreffen

Wie gelingt Vernetzung, wie lässt sie sich gestalten? Familienmanagerinnen und Familienmanager tauschen sich aus

Bei ihrem sechsten Treffen waren die Familienmanagerinnen und Familienmanager am 10. März 2011 zu Gast im Stadtteilzentrum Mülheim-Eppinghofen. Dort lernten sie die Arbeit des Projektes „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft im Stadtteil“ kennen, tauschten sich zum Thema Vernetzung aus und stellten eigene Projekte vor.
Das Informations- und Qualifizierungszentrum für Kommunen (IQZ) hatte im Auftrag des nordrhein-westfälischen Familienministeriums zur sechsten Fortbildungsveranstaltung für die zertifizierten Familienmanagerinnen und Familienmanager nach Mülheim eingeladen. Gastgeberin war die Mülheimer Familienmanagerin Dr. Claudia Roos. 15 Interessierte waren der Einladung gefolgt.

 

Netzwerkarbeit im Projekt „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft im Stadtteil“

Das Thema des Treffens war „Netzwerke gestalten und am Leben erhalten“. Einen ersten Beitrag hierzu brachten Dr. Sonja Clausen und Michael Schüring ein, die in Mülheim für die Stadtteilkoordination des Projektes „Erziehungs- und Bildungspartnerschaft“ in Eppinghofen bzw. Styrum zuständig sind. Sie stellten unter anderem das Projekt „meet“ vor, das entwickelt wurde, um die Integration von Familien mit Migrationshintergrund zu fördern und deren Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. Hierzu werden Moderatoren ausgebildet, die sogenannte „Elterntische“ in den privaten Wohnungen von Familien durchführen und so den Austausch unter den Beteiligten unterstützen. Durch dieses und andere Projekte werden Vernetzungsstrukturen im Stadtteil genutzt und ausgebaut, die die Arbeit für und mit Familien fördern.

Ein Fazit der beiden Stadtteilkoordinatoren lautete: Netzwerkarbeit braucht Initiativgruppen bzw. Verantwortliche, die Gelegenheiten für Vernetzung schaffen, Informationen weitergeben und Orte zur Verfügung stellen. Multiplikatorinnen und Multiplikatoren müssen einbezogen werden. Nötig ist vor allem „ein langer Atem“.

 

Hoher Aufwand für Netzwerkarbeit – aber auch großer Nutzen

Die grundsätzliche Bedeutung und die Möglichkeiten von Vernetzung stellte Beatrix Schwarze (IQZ) vor. Ihr Austausch mit den Teilnehmenden machte schnell deutlich, dass Netzwerkaufbau und Netzwerkpflege gerade für die Arbeit von familienpolitischen Fachleuten sehr wichtig sind und einen großen Teil der Arbeitszeit beanspruchen. Die meisten der Teilnehmenden sind in mindestens zehn unterschiedlichen Netzwerken aktiv, viele davon selbst initiiert. Allerdings ist Netzwerkarbeit bei den wenigsten Bestandteil der Aufgabenbeschreibung. Einen wichtigen Gewinn der Vernetzung innerhalb der Verwaltung sowie mit externen Akteuren sehen die Familienmanagerinnen und Familienmanager darin, kurze Wege und Kooperation nutzen zu können: „Man kann Dinge erreichen, die alleine nicht möglich sind“, schilderte eine Teilnehmerin.

 

Ein Nutzen des Netzwerks Familienmanager: Gegenseitige Tipps und Anregungen

Am Nachmittag ging es um die Vorstellung eigener familienpolitischer Aktivitäten. In den Kurzberichten der Teilnehmenden zeigte sich ein breites Spektrum aktueller Initiativen und Projekte. Alle Präsentationen berücksichtigten dabei in besonderer Weise die Frage der Vernetzung und der Transfermöglichkeiten. Die Themenpalette reichte von Servicestellen für familienunterstützende Dienstleistungen bis zur Gewinnung von ideellen Unterstützern der Familienpolitik, vom Vernetzungsportal bis zum Gesundheitsprojekt für Kinder und Eltern, vom Bürgerbus bis zur Entwicklung eines Multiplikatoren-Handbuchs. Auf der Grundlage der anregenden Vorstellungen ist nun der Austausch vertiefender Informationen zu den Projekten möglich.

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