Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Memorandum für familiengerechte Kommunen

Zukunftschancen ausbauen

Voraussetzung einer eigenständigen Existenzsicherung von Familien ist ein florierender Arbeitsmarkt. Die Wirtschaft kann über die Schaffung von zukunftssicheren Arbeitsplätzen hinaus durch eine familiengerechte Unternehmenskultur einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass Ausbildung bzw. Berufstätigkeit und Familienarbeit keinen unüberwindbaren Gegensatz mehr darstellen. Viele Familienbetriebe zeigen, dass solche Konzepte über Generationen gut funktionieren. Es gilt, die ent-sprechenden Rahmenbedingungen zu verbessern.

Eine verlässliche und flexible öffentliche Infrastruktur für die Kinderbetreuung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Familienfreundlichkeit und die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben. Ganztagsangebote in Kindertageseinrichtungen und Schulen sowie durch Kindertagespflege und flexible Betreuungsformen, die dieses Angebot ergänzen, erleichtern den Eltern die Berufstätigkeit.

Ein-Eltern-Familien, kinderreiche Familien und Familien mit Zuwanderungsgeschichte sind besonders von Armut betroffen. Dies führt häufig dazu, dass es an Entwicklungs- und Bildungsanreizen für die Kinder fehlt. Auch das Risiko für die Gesundheit steigt. Deshalb hat die Reduzierung des Armutsrisikos oberste Priorität.

Bildung beginnt mit der Geburt und begleitet die Menschen im ganzen Lebensverlauf. Gute Rahmenbedingungen müssen für alle Kinder von Anfang an geschaffen werden. Wichtig ist dabei eine gute Sprachförderung für Kinder und Eltern mit Zuwanderungsgeschichte, die auch Mehrsprachigkeit einschließt.

Eine enge Verzahnung von Jugendhilfe und Schule ist eine wesentliche Voraussetzung für die optimale Förderung junger Menschen in der Schule und im außerschulischen Bereich. Hierzu gehört auch der Übergang von der Schule in den Arbeits- bzw. Ausbildungsmarkt.


Familienbildung, Familienselbsthilfe und Erziehungsberatung unterstützen Eltern bei ihrer Erziehungsarbeit und in ihrer Lebens- und Alltagsbewältigung. Die Angebote müssen vor allem bildungsfernen Schichten und zugewanderten Familien zu Gute kommen. Die Familienzentren sind hierfür wichtige Partner. Wichtige Voraussetzungen sind die interkulturelle Öffnung von Einrichtungen und Diensten und die Zusammenarbeit mit den Migranten-Selbstorganisationen.

Das wollen wir tun:
Wir wollen die Voraussetzungen für die wirtschaftliche Teilhabe der Menschen in unserem Land verbessern. Wir setzen uns für die Gestaltung günstiger Rahmenbedingungen ein, damit die unternehmerische Wirtschaft Arbeitsplätze schaffen und sichern kann. Insbesondere jungen Familien mit Kindern und Alleinerziehenden soll die Möglichkeit einer eigenständigen Existenzsicherung durch flexible Arbeitsbedingungen ermöglicht werden.
Jugendliche sollen beim Übergang von der Schule in den Beruf noch besser begleitet werden.
Wir entwickeln Strategien gegen Familien- und Kinderarmut und für eine bessere Teilhabe- und Chancengerechtigkeit.
Wir bieten allen Kindern bis zum Alter von sechs Jahren die Chance auf frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung und verbessern damit gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Berufswelt.
Wir wollen darüber hinaus auch Jugendlichen, jungen und älteren Erwachsenen ermöglichen, in den verschiedenen Lebensabschnitten die bestmöglichen Bildungschancen in Schulen und an außerschulischen Lernorten zu erhalten.
Wir setzen uns für eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz von Familien ein.

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