Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Werkstattreihe

"Familienpolitik in kleineren kreisangehörigen Kommunen in Ostwestfalen-Lippe" (Gütersloh)

Workshop Kleinere Kommunen | Gruppe mit Logo "Familie kommt an."
Familienpolitik darf kein Wahlkampfthema werden, wenn eine gemeinsam verantwortete Strategie zur Familienfreundlichkeit entstehen soll. Darin waren sich die Teilnehmenden aus 25 kleineren Kommunen in Ostwestfalen-Lippe einig.
Einen Workshop speziell für familienpolitische Fachleute aus kleineren Kommunen hat das Informations- und Qualifizierungszentrum für Kommunen (IQZ) im Auftrag des nordrhein-westfälischen Familienministeriums durchgeführt. Der Bedarf nach Austausch, Anregungen und Ideensammlung der kleineren Kommunen in Ostwestfalen-Lippe wurde damit aufgegriffen.

Mehr als 30 familienpolitische Akteurinnen und Akteure erörterten Ansätze und Ideen, wie eine bedarfsorientierte Familienpolitik in kleineren Kommunen umgesetzt werden kann. Einigkeit bestand, dass „Familienpolitik nicht zum kontroversen Wahlkampfthema werden dürfe“, damit eine gemeinsam verantwortete Strategie zur Familienfreundlichkeit entstehen kann. Da sich Bedarfe von Familien schnell verändern, müsse man „unter Einbeziehung der Politik Wege zu schnelleren Entscheidungen finden“.

 

Herausforderungen und Unterstützungsmöglichkeiten

In seiner Begrüßung unterstrich Sven-Georg Adenauer, Landrat des gastgebenden Kreises Gütersloh, die Notwendigkeit, kommunale Familienpolitik konsequent für die Familien zu gestalten und zwar durch die Vernetzung aller Ressourcen von verfügbaren Kooperationspartnern und -partnerinnen. Eva-Marie Frings informierte über Möglichkeiten, Unterstützung beim Aufbau eines strategischen Familienmanagements zu erhalten (zum Beispiel durch Workshops, Teilnahme am Zertifikatskurs, Beratung). Besonderheiten (wie etwa geringere Personalkapazitäten, „Multitasker“ in der Verwaltung), Strategien und Instrumente eines kommunalen Familienmanagements für kleinere Kommunen machte anschließend Dr. Angelika Engelbert (IQZ) deutlich.

 

Familienpolitische Ansätze in Wilnsdorf und Rödinghausen

Eva Schleifer aus Wilnsdorf und Nadine Steenberg aus Rödinghausen stellten die familienpolitischen Ansätze aus ihren Kommunen vor. So hat man in Wilnsdorf zum Beispiel durch die Verknüpfung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements mit familienpolitischen Zielen eine stärkere Querschnittsorientierung der Verwaltung erreicht. Rödinghausen hat dies unter anderem über einen Familienatlas (Übersicht über für Familien relevante Angebote) und einen Familientag (Präsentation von Leistungsanbietern für Familien und Freizeitangebote für Familien) erreichen können.

 

Ergebnisse der Diskussionen in den Arbeitsgruppen

Workshop Kleinere Kommunen | Teilnehmende in Arbeitssituation am Tisch sitzend
Unter der Moderation des IQZ diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus den Verwaltungsspitzen, aus Fachbereichsleitungen und aus unterschiedlichen Verwaltungsbereichen Möglichkeiten einer Familienpolitik in kleineren Kommunen. Als Ergebnis der Diskussionen wurden von den Teilnehmenden unter anderen folgende Ansätze angeregt:
  • Erarbeitung eines kreisweiten familienpolitischen Leitbildes
  • Verbindliche Einrichtung eines Familienausschusses
  • NRW-/kreisweite Erstellung einer Maske/Software zur Erhebung familienrelevanter Daten für die Gemeindeebene
  • Informationen für Familien durch eine Internetseite
  • Anlaufstelle für Familien
  • Nutzung und Koordination der „vorhandenen positiven Ehrenamtskultur“
  • Lernen aus Beispielen guter Praxis

Der Verlauf und die Ergebnisse des Workshops wurden von allen Teilnehmenden positiv bewertet. Gewünscht wird eine Fortsetzung regelmäßiger moderierter Treffen der familienpolitisch Aktiven aus der Region Ostwestfalen-Lippe.


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