Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen
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Familienmanagertreffen

Treffen der Familienmanager: Kollegiale Beratung und Qualitätsmanagement

Workshop
Auf Einladung des IQZ trafen sich am 15. Januar 2009 kommunale Familienmanagerinnen und -manager zu einem Workshop in Bochum. Sie informierten sich über Modelle des Qualitätsmanagements (QM) in der Verwaltung und über die jeweiligen Schnittstellen zum Kommunalen Familienmanagement.
Auch die gegenseitige Beratung mit Hilfe des Instrumentes „Kollegiale Beratung“ war ein wichtiger Bestandteil der Veranstaltung. Alle Teilnehmenden hatten bereits einen vom IQZ angebotenen Zertifikatskurs "Kommunales Management für Familien“ absolviert. Gerne nutzten sie das Treffen in Bochum, um sich fachlich auszutauschen und sich weiter thematisch zu qualifizieren.

 

Modelle des Qualitätsmanagements

Mit einem Vortrag über die positiven Wirkungen eines funktionierenden Qualitätsmanagements (QM) auf die Qualität im Bereich der kommunalen Familienpolitik leiteten Beatrix Schwarze und Vanessa Gaffron, Mitarbeiterinnen des IQZ, den Workshop ein. Sie vermittelten einen Überblick über verschiedene Modelle des Qualitätsmanagements.

 

Schnittstellen zum Kommunalen Familienmanagement

In der Einschätzung der Teilnehmenden und in der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass in kaum einer der vertretenen Kommunen ein von der Führungsebene verabschiedetes Qualitätsmanagementsystem etabliert ist. Dies wird auch durch eine Untersuchung (Ergebnisse und Wirkungen kommunaler Verwaltungsmodernisierung in Deutschland – Eine Evaluation nach zehn Jahren Praxiserfahrung) von Prof. Jörg Bogumil u.a. aus dem Jahr 2006 bestätigt, nach der ein Qualitätsmanagement nur in 13,9 % der Kommunen eingeführt wurde.

Die Diskussion des Themas „Schnittstellen" des QM zum Kommunalen Familienmanagement“ ergab, dass einzelne Bausteine im kommunalen Familienmanagement bereits Anwendung finden und auch von den Familienmanagerinnen und Familienmanagern gut angestoßen werden können. Unter anderem wurden hier das audit „beruf und familie“, Führungskräfteschulungen zur Familienfreundlichkeit oder Befragungen der Verwaltung als Arbeitgeber zur Familienfreundlichkeit benannt. Als besonders wichtig bei der Implementierung qualitätsfördernder Maßnahmen wurden vor allem eine klare strategische Ausrichtung (Ziele, Ressourcen und Kriterien zur Zielerreichung) sowie die fundierte Messung (Erreichung der Ziele) herausgestellt, um Willkür zu vermeiden und eine tatsächliche Qualitätsverbesserung zu erreichen.

Alle Beteiligten schätzten die Wirkungen eines implementierten Qualitätsmanagements in der Verwaltung auf die Steigerung der Qualität der Dienstleistungen im Bereich des kommunalen Familienmanagements sehr positiv ein. Stichworte in diesem Zusammenhang waren das „Familienbewusstsein“ aller Mitarbeitenden und die daraus resultierende Querschnittsorientierung sowie eine verbesserte Partizipation von Familien. Deutlich wurde in der Diskussion auch, dass die in einer Verwaltung vorherrschende Unternehmenskultur der zentrale Faktor für die Etablierung von QM, aber auch für die Umsetzung einzelner Bausteine darstellt.

Auch wenn nicht in allen Kommunen ein Qualitätsmanagement eingeführt ist, sollte dafür geworben werden und auch einzelne Bausteine angestoßen werden. Gebräuchliche QM-Modelle sind zum Beispiel Total Quality Management (TQM), European Foundation for Quality Management (EFQM) oder Balanced Scorecard (BSC). Diese sind sämtlich kostenpflichtig. Neben diesen umfassenden Managementsystemen gibt es aber auch die Möglichkeit, die Qualität der Arbeit durch die Anwendung von Methoden wie die gegenseitige kollegiale Beratung zu steigern.

 

Kollegiale Beratung

Die Kollegiale Beratung stellt einen Baustein im Rahmen einer Qualitätssicherung dar, aus eigenen Fachkompetenzen der Mitarbeitenden eines oder auch unterschiedlicher Fachbereiche heraus die Kundenorientierung bei der Erbringung sozialer Dienstleistungen im Bereich „Kommunales Management“ zu optimieren.

Einzelne Teilnehmende verfügten bereits über positive Erfahrungen mit der Methode im Rahmen von Fallbesprechungen und Teamberatung in der Verwaltung, von anderen wurden Transfermöglichkeiten in der eigenen Verwaltung angedacht.


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gedruckt am  16.06.2019
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