Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Werkstattreihe

"Familienfreundlichkeit – Die Kommunalverwaltung im Fokus" (Bochum)

Übergreifende Verwaltungsstrukturen allein reichen nicht aus – für die Familienfreundlichkeit einer Kommune sind ausreichende Ressourcen und verbindliche Ziele erforderlich. Dieses Fazit zogen kommunale Fachleute im April 2008 auf einem Workshop des IQZ zum Thema "Familienfreundlichkeit von Kommunen".
Verwaltungsexperte Prof. Dr. Jörg Bogumil: "Die beste Lösung ist ein Amt für Familienpolitik."
  • Verwaltungsexperte Prof. Dr. Jörg Bogumil: "Die beste Lösung ist ein Amt für Familienpolitik."
Den Workshop eröffnete Prof. Dr. Jörg Bogumil von der Ruhr-Universität Bochum mit einem Aufriss denkbarer Verwaltungsmodelle für den Bereich der Familienpolitik. In einer Rangfolge von „stark“ nach „schwach“ unterschied Bogumil ein „Amt für kommunale Familienpolitik“ von „Stabsstellen“, Strategien der „Federführung“ oder „Projektorganisation“, „Koordinationsgremien“ und „Horizontale Zentralisierung einer Querschnittsaufgabe“. Das IQZ stellt diese Modelle auf familie-in-nrw.de näher vor. Die anschließende Diskussion zeigte, dass es in nordrhein-westfälischen Kommunen bereits Mischformen dieser Idealtypen gibt. Thomas Frings, Abteilungsleiter „Besondere soziale Dienste“ der Stadt Gelsenkirchen, stellte im Anschluss praktische Erfahrungen aus der strukturellen Umsetzung des Themas „Familienfreundlichkeit“ in Gelsenkirchen vor. So riet er gleich am Beginn seines Vortrages dazu, nicht irgendein Verwaltungsmodell einer anderen Kommune zu übernehmen sondern dessen Passung zu überprüfen. Gute Erfahrungen mache man in Gelsenkirchen mit „Spielestunden in Haushalten“. Diese schafften laut Frings unkomplizierte Kontakte zwischen Behörden und Familien. Für Planungsprozesse empfehle sich beispielsweise eine Kooperation mit Wohnungsgesellschaften: Gemeinsame Mieterbefragungen seien eine preisgünstige Methode um an relevantes Datenmaterial zu gelangen.

In der abschließenden Denkwerkstatt analysierten die Teilnehmenden des Workshops die Familienfreundlichkeit ihrer Kommune und tauschten Erfahrungen aus.

Weitere Veranstaltungen des IQZ im Jahr 2008

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