Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

Aktuelles

DGB-Index Gute Arbeit 2017 –
Schwerpunkt „Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und privaten Interessen“

Die Arbeitszeit ist Dreh- und Angelpunkt bei der Vereinbarkeit von Privat- und Arbeitsleben. Ein Arbeitstag mit Grenzen macht es Beschäftigten leichter, Privates und Arbeit miteinander zu vereinbaren – das ist ein zentrales Ergebnis des „DGB-Index Gute Arbeit 2017“, der am 15.11.2017 in Berlin vorgestellt wurde. (15.11.2017)
Seit 2007 werden für den „DGB-Index Gute Arbeit“ einmal im Jahr Beschäftigte zu ihren Arbeitsbedingungen befragt. 2017 waren es in einer repräsentativen (telefonischen) Zufallsstichprobe ca. 4.800 Beschäftigte aller Branchen, Berufe, Einkommens- und Altersgruppen, Regionen und Betriebsgrößen. Neben den jährlichen Fragen nach Arbeitsbelastung, Einkommen und Ressourcenausstattung lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der „Vereinbarkeit von Arbeit, Familie und privaten Interessen“.

Die wichtigsten Ergebnisse in Hinblick auf Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Überblick: 
  • 55 Prozent der befragten Beschäftigten wünschen sich demnach einen Arbeitstag von – im Regelfall – nicht mehr als acht Stunden, neun Prozent gaben an, diese Begrenzung gebe es an ihrem Arbeitsplatz bereits. 46 Prozent der Befragten wünschen sich mehr Mitsprache bei der Arbeitszeitgestaltung.
  • 14 Prozent der Befragten arbeiten „sehr häufig“ (6 %) oder „oft“ (8 %) von zu Hause. Das führt jedoch nicht automatisch zu einer besseren Vereinbarkeit. Ist das „Home Office“ vom Arbeitgeber angeordnet oder wird zu Hause gearbeitet, weil die Arbeitsmenge sonst nicht zu bewältigen ist, berichten 42 Prozent (betriebliche Vorgabe) bzw. 39 Prozent (Arbeitsmenge) von Problemen. Ist die Arbeit von zu Hause selbst gewollt, lassen sich Arbeit und Privates besser vereinbaren (26 % mit Problemen).
  • 41 Prozent der Beschäftigten haben Kinder zu betreuen oder zu erziehen, 9 Prozent pflegebedürftige Personen zu betreuen; der Anteil unter den Frauen ist insgesamt leicht größer als unter den Männern, deutlich höher ist die Zahl der Stunden, die sie für die Betreuung von Kindern aufwenden.
  • Mehr als ein Viertel der Beschäftigten mit Kinderbetreuungs- bzw. Pflegeverantwortung haben sehr häufig oder oft zeitbedingte Vereinbarkeitsschwierigkeiten; Frauen zu einem höheren Anteil als Männer, Beschäftigte mit Guter Arbeit deutlich weniger als Beschäftigte mit schlechter Arbeit.
  • 41 Prozent der Beschäftigten in Deutschland sind nach der Arbeit sehr häufig oder oft zu erschöpft, um sich noch um private oder familiäre Angelegenheiten zu kümmern – 37 Prozent der Männer, 47 Prozent der Frauen.
  • 27 Prozent der Beschäftigten haben sehr häufig oder oft Schwierigkeiten, die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen, für die sie verantwortlich sind, und private Interessen mit ihrer Arbeit zeitlich zu vereinbaren – 25 Prozent der Männer, 30 Prozent der Frauen.
  • Frauen reduzieren deutlich öfter ihre Arbeitszeit als Männer: 51 Prozent der Frauen arbeiten weniger als 35 Stunden (8 % der Männer). Als Grund für ihre Teilzeit geben 71 Prozent der Frauen den Wunsch nach besserer Vereinbarkeit an (40 % der Männer in Teilzeit haben dasselbe Motiv).
  • Grundsätzlich wünschen sich viele Beschäftigte eine partnerschaftliche Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. Die vorherrschende Arbeitsteilung sieht aber anders aus: Männer arbeiten überwiegend Vollzeit, Frauen arbeiten häufig Teilzeit und kümmern sich um die Kinder.
Quellen:
Onlinerecherche auf www.dgb.de, 15.11.2017
Veranstaltungskalender
Januar
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 1 2 3 4 5 6 7
2 8 9 10 11 12 13 14
3 15 16 17 18 19 20 21
4 22 23 24 25 26 27 28
5 29 30 31 1 2 3 4

alle Termine

Audit familiengerechte Kommune

Lokale Bündnisse für Familie

Kein Kind zurücklassen

Gesundheitliche Chancengleichheit